Erstes Bundesland kippt Fünfmonatsfrist: Booster-Impfungen in NRW jetzt schon nach vier Wochen möglich

Die Booster-Impfung ist in NRW nun schon nach vier Wochen möglich.

Die Booster-Impfung ist in NRW nun schon nach vier Wochen möglich.

In Nordrhein-Westfalen sind die Booster-Impfungen ab sofort deutlich früher möglich. Bereits vier Wochen nach der Zweitimpfung können sich Bürgerinnen und Bürger den Booster in den Impfstellen von Kommunen und Kreisen holen, berichtet die „Siegener Zeitung“, die Partner des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) ist. Bisher lag diese Frist bei fünf Monaten.

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Ein entsprechender Erlass sei an alle Kreise gegangen, bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der Zeitung. Ziel des Erlasses sei, dass niemand von der Impfstelle weggeschickt wird, nur weil noch keine fünf Monate seit der Zweitimpfung vergangen sind.

Mindestabstand von vier Wochen

Auch Menschen, bei denen die Grundimmunisierung weniger als fünf Monate zurückliege, dürften nicht abgewiesen werden, heißt es in dem Erlass – sofern ein Mindestabstand von vier Wochen erreicht ist.

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Das verkürzte Impfintervall orientiere sich an der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), wonach eine Auffrischungsimpfung bei Personen mit schwer eingeschränktem Immunsystem und einer erwartbar stark verminderten Immunantwort bereits vier Wochen nach der zweiten Impfstoffdosis als Optimierung verabreicht werden könne.

Eine Auffrischungsimpfung vor Ablauf der fünf Monate sei aber grundsätzlich möglich, stellte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf Nachfrage klar. Es handele sich jedoch bei dem vierwöchigen Mindestabstand ausdrücklich nicht um eine Empfehlung, sondern lediglich um eine Untergrenze, stellte sie klar.

Kreis Olpe will Landeserlass umgehend umsetzen

Beispielsweise der Kreis Olpe machte bereits am Montag auf seiner Homepage auf die Möglichkeit zur Booster-Impfung schon vier Wochen nach Zweitimpfung aufmerksam. Der Kreis werde den neuen Landeserlass umgehend umsetzen, hieß es dort.

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Die Ständige Impfkommission empfiehlt im Regelfall bisher einen Abstand von sechs Monaten. Angesichts der erwarteten schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante haben zuletzt aber Fachleute wie der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, auf eine Verkürzung des Abstands zwischen zweiter und dritter Impfung gedrängt.

Eine raschere Auffrischimpfung könne die Ausbreitung sowohl der Delta- als auch der Omikron-Variante beeinflussen, „das zeigen die Erfahrungen aus Israel sehr eindrücklich“, sagte Salzberger am Samstag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

In der „Rheinischen Post“ hatte der Grünen-Gesundheitspolitiker und Mediziner Janosch Dahmen ebenfalls für einen vorgezogenen Zeitpunkt für die Booster-Impfungen geworben.

RND/dpa/ar/scs

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