Nordsyrien: Türkei und Russland starten gemeinsame Patrouillen

  • Die Waffenruhevereinbarungen für Nordsyrien sehen vor, dass sich die kurdischen Kämpfer zurückziehen.
  • Das wurde auch umgesetzt.
  • Damit dies so bleibt, haben nun die Türkei und Russland gemeinsame Patrouillen in der Region gestartet.
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Sevimli. Die Türkei und Russland haben im Nordosten Syriens mit gemeinsamen Patrouillen begonnen. Die Patrouillen hätten in der Region Al-Darbasija unter Beteiligung türkischer und russischer Truppen mit gepanzerten Fahrzeugen und Drohnen begonnen, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Freitag auf Twitter mit.

Die Patrouillen konzentrieren sich auf zwei Abschnitte an der Grenze zur Türkei mit einer Tiefe von zehn Kilometern. Im Oktober marschierte Ankara in die Region ein, um syrisch-kurdische Kräfte zu vertreiben, die es als Terroristen mit Verbindungen zu kurdischen Untergrundkämpfern in der Türkei betrachtet.

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Zwei Waffenruhe-Vereinbarungen, die von den USA beziehungsweise Russland vermittelt worden waren, sehen vor, dass sich die kurdischen Kämpfer 30 Kilometer von der Grenze zur Türkei wegbewegen. Nach russischen Angaben wurde der Rückzug vollzogen; die gemeinsamen Patrouillen sollen sicherstellen, dass dies so bleibt.

Aktuell kontrollieren türkische Truppen und mit ihnen verbündete syrische Rebellenkämpfer die Grenzstädte Tal Abjad, Ras al-Ajn und nahe gelegene Dörfer. Der Deal nimmt die Stadt Kamischli aus.

RND/AP