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Nordkorea warnt Südkorea vor neuen Spannungen wegen Militärmanövern

  • Vor wenigen Tagen hatte Nordkorea einen lange stillgelegten Kommunikationskanal mit Südkorea wieder eröffnet.
  • Nun warnt die Schwester des nordkoreanischen Machthabers das Nachbarland vor gemeinsamen Militärmanövern mit den USA.
  • Damit verfolgt Nordkorea aber wohl vor allem strategische Zwecke.
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Seoul. Die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un hat Südkorea und die USA vor gemeinsamen Militärmanövern gewarnt. Sie betrachte solche Übungen als „unerfreuliches Vorspiel“, das dem Willen der Staatschefs von Nord- und Südkorea zuwiderlaufe, gegenseitiges Vertrauen wiederherzustellen, sagte Kim Yo Jong am Sonntag. „Unsere Regierung und Armee werden genau verfolgen ob die südkoreanische Seite im August feindselige Kriegsübungen veranstaltet oder andere freche Entscheidungen trifft“, sagte sie.

Südkorea und die USA veranstalten regelmäßig gemeinsame Manöver, was Nordkorea immer wieder zum Anlass für Feindseligkeiten nimmt - wie etwa Raketentests. In den vergangenen Jahren ist der Umfang einiger Militärübungen verringert worden - zum einen aus diplomatischen Gründen, aber auch wegen der Corona-Pandemie.

Nordkorea hatte erst vor wenigen Tagen einen lange stillgelegten Kommunikationskanal mit Südkorea wieder eröffnet. Dass die einflussreiche Kim Yo Jong mit ihrer Kritik jetzt ausschließlich auf Südkorea zielte, bestärkte die Theorie, das Nordkorea versucht, die Regierung in Seoul dazu zu bringen, die USA zu Zugeständnissen im Streit um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm zu drängen.

RND/AP

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