Nordkorea vorerst gegen weitere Atomgespräche mit USA

  • Nachdem Verhandlungen über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas zwischen den USA und der Diktatur gescheitert sind, schließt Pjöngjang weitere Gespräche vorerst aus
  • Als Grund nennt das Land eine “feindselige Politik” der USA.
  • Um weiter zu verhandeln, brauche es “praktische Maßnahmen”.
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Seoul. Nordkorea schließt weitere Verhandlungen mit den USA über sein Atomwaffenprogramm vorerst aus. Einen Tag nach der Beendigung von gut acht Stunden langen Arbeitsgesprächen zwischen beiden Seiten in Schweden warf das Außenministerium in Pjöngjang den USA am Sonntag eine "feindselige Politik" vor. Nordkorea wolle nicht weiter verhandeln, solange die USA keine "praktischen Maßnahmen" ergriffen, um sich von ihrer feindseligen Politik zurückzuziehen.

Die Erklärung wurden nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap von Nordkoreas Staatsmedien veröffentlicht. Das US-Außenministerium hatte zuvor erklärt, die Gespräche sollten in zwei Wochen fortgesetzt werden.

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Welchen Ausgang haben die jüngsten Nukleargespräche zwischen den USA und Nordkorea genommen? In Stockholm herrscht Unklarheit.  © AFP
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Am Samstag erklärte Nordkorea die Verhandlungen mit den USA für gescheitert. Die sahen das jedoch ganz anders und befanden das Treffen als gut. Nordkorea hatte bereits vor dem Treffen mit neuerlichen Atomtests provoziert.

RND/dpa