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Nach Ballonaktion: Nordkorea droht Südkorea mit Ende von Militärabkommen

  • Immer wieder rufen südkoreanische Aktivisten zum Sturz des nordkoreanischen Regimes auf.
  • Nordkorea droht mit militärischen Konsequenzen.
  • Die Aktionen könnten das innerkoreanische Verhältnis weiter verschlechtern.
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Seoul. Nordkorea hat aus Verärgerung über eine neue Propaganda-Aktion südkoreanischer Aktivisten mit dem Ende eines Militärabkommens mit Südkorea über vertrauensbildende Maßnahmen gedroht. Die südkoreanische Regierung werde einen hohen Preis dafür zahlen, "wenn sie diese Situation weiterlaufen lässt", hieß es am Donnerstag in einer Erklärung der einflussreichen Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong.

Falls Seoul nicht gegen solche Aktionen vorgehe, könnte das innerkoreanische Militärabkommen fallengelassen werden, wurde die Funktionärin der in Nordkorea herrschenden Arbeiterpartei von den Staatsmedien zitiert. Das Abkommen von 2018 habe ohnehin "kaum einen Wert".

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Nordkorea bricht Kommunikation mit Südkorea ab
0:54 min
Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA teilte mit, dass Pjöngjang sämtliche Kommunikationskanäle abschalten werde. Auslöser waren kritische Flugblätter.
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Aktivisten ließen Ballons mit Flugblättern steigen

Auch drohte sie, ein gemeinsames Verbindungsbüro in der grenznahen nordkoreanischen Stadt Kaesong könne geschlossen werden. Südkorea müsse zudem auf einen kompletten Rückzug aus dem gemeinsamen – mittlerweile geschlossenen – Industriepark in Kaesong vorbereitet sein.

Kim bezog sich demnach konkret auf eine Ballonaktion von Ende Mai, als Aktivisten und nordkoreanische Flüchtlinge in Südkorea nahe der Grenze etwa eine halbe Million Flugblätter mit Kritik an der kommunistischen Führung in Pjöngjang in Richtung Norden geschickt hatten. Ziel dieser häufig unternommenen Aktionen ist es, die Nordkoreaner zum Sturz der Führung aufzurufen. Pjöngjang hatte mehrfach gedroht, mit militärischer Gewalt dagegen vorzugehen. Die Regierung in Seoul hatte wiederholt angesichts der Spannungen mit Nordkorea versucht, die Aktivisten von solchen in Südkorea umstrittenen Aktionen abzubringen.

RND/dpa

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