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Umwelthilfe reicht Klage gegen Ostseepipeline Nord Stream 2 ein

  • Die Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland ist ein durchaus umstrittenes Projekt.
  • Genehmigt wurde die Ostseepipeline trotzdem bereits offiziell.
  • Genau das will die Deutsche Umwelthilfe nun allerdings vor Gericht anfechten - mit neuen Daten.
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Berlin. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will vor Gericht die Genehmigung der Ostseepipeline Nord Stream 2 nachträglich kippen. Man klage vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald auf Überprüfung der Betriebsgenehmigung für die Erdgas-Pipeline, teilte der Verein am Mittwoch mit.

“Die DUH fordert das zuständige Bergamt Stralsund mit der Klage auf, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu unkontrolliertem Methanaustritt zu berücksichtigen und Lecks bei Förderung, Transport und Verarbeitung von Erdgas zu prüfen.” Ein Sprecher des OVG bestätigte den Eingang der Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss des Bergamtes Stralsund. Ein Verhandlungstermin stehe noch nicht fest.

Grund für die Klage sind hohe Methan-Emissionen

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Methan ist ein Treibhausgas, das sehr viel stärker aufs Klima wirkt als Kohlendioxid (CO2). Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen seien die Methan-Emissionen der Erdgas-Förderung deutlich höher als bislang angenommen, schrieb die Umwelthilfe. Einen Antrag der DUH auf Überprüfung der Genehmigung von Nord Stream 2 auf dieser Grundlage habe das Bergamt Stralsund abgelehnt, daher ziehe man vor Gericht.

“Wir sind uns sicher, dass Nord Stream 2 mit den mittlerweile vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht genehmigt worden wäre”, sagte Constantin Zerger, der bei der DUH für Energie und Klimaschutz zuständig ist. “Die neuen Messmethoden für Methan-Lecks müssen jetzt zwingend berücksichtigt werden, denn sie belegen einen massiven Einfluss der Pipeline auf unser Klima.”

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Die Prüfung der Umweltverträglichkeit müsse Methan-Lecks aus Förderung, Transport und Verarbeitung des Erdgases einbeziehen. Die Pipeline zwischen Russland und Deutschland durch die Ostsee ist zu 94 Prozent fertiggebaut.

RND/dpa

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