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Brexit-Drama: EU-Parlamentspräsident warnt London vor “ernsten Konsequenzen”

  • Das Ringen um einen neuen Handelsvertrag zwischen Großbritannien und der EU geht weiter.
  • Nun verschärft der britische Plan, den 2019 geschlossenen Brexit-Vertrag teilweise auszuhebeln, die Lage zusätzlich.
  • EU-Parlamentspräsident David Sassoli warnte das Land vor Konsequenzen, sollte es seine Verpflichtungen nicht einhalten.
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Brüssel/London. EU-Parlamentspräsident David Sassoli hat Großbritannien vor “ernsten Konsequenzen” gewarnt, sollte die Regierung in London den EU-Austrittsvertrag aushöhlen wollen. “Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind entscheidend”, sagte Sassoli am Dienstag nach einem Gespräch mit EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier in Brüssel.

Zuvor hatte der britische Nordirland-Minister Brandon Lewis Gesetzespläne bestätigt, die den 2019 geschlossenen Brexit-Vertrag teilweise aushebeln würden. Dabei geht es um Sonderregeln für das britische Nordirland. Sassoli betonte, die EU erwarte, dass Großbritannien alle eingegangenen Verpflichtungen einhalte. “Jeder Versuch des Vereinigten Königreichs, den Vertrag zu unterminieren, hätte natürlich ernste Konsequenzen.”

Brexit: Großbritannien hat EU Ende Januar verlassen

Der Parlamentspräsident betonte, er sei "sehr, sehr besorgt" über den Stand der derzeit laufenden Verhandlungen mit London. Dabei geht es um einen für 2021 geplanten Handelsvertrag, der die künftigen wirtschaftlichen Beziehungen regeln soll. Denn Großbritannien hat die EU zwar Ende Januar verlassen, ist in einer Übergangsphase dieses Jahr aber noch Mitglied im EU-Binnenmarkt. Erst Ende des Jahres kommt der wirtschaftliche Bruch.

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"Ich bin sehr besorgt über den fehlenden Fortschritt in dieser späten Phase", sagte Sassoli. Die EU respektiere die Souveränität Großbritanniens, erwarte aber auch Respekt für ihre fundamentalen Prinzipien. Sie wolle keinen Handelsvertrag "um jeden Preis", werde aber weiter konstruktiv an einem Kompromiss arbeiten, stellte Sassoli klar.

RND/dpa

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