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Niedersachsen: NPD meldet sich für Integrationskonferenz an – und bekommt Kontaktdaten von Teilnehmern

  • Die Stadt Laatzen hat eine Sammelmail an Teilnehmer einer Online-Integrationskonferenz verschickt.
  • Dabei könnten die Namen und Mailadressen an die rechtsextremistische Partei NPD gegangen sein.
  • Der Bürgermeister der Stadt spricht von einem bedauerlichen Versehen.
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Berlin. Die Stadt Laatzen nahe Hannover hat Kontaktdaten von Teilnehmern einer Integrationskonferenz an die rechtsextremistische Partei NPD weitergeleitet. Das berichtete die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ).

Zu der Onlinekonferenz am Dienstag hatten sich demnach außer Zuwanderern und Flüchtlingshelfern auch jemand mit der Kennung „NPD-Hannover-Ost“ angemeldet. Die Stadt habe eine Sammelmail an alle Interessierten mit den Zugangsdaten zur Konferenz geschickt, hieß es in dem Bericht.

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Mail soll Namen und Mailadressen offengelegt haben

„In der Mail waren die Namen und Mailadressen der übrigen Teilnehmer offen zu sehen, sodass die NPD jetzt die Klarnamen der Zugewanderten und Flüchtlingshelfer hat“, zitierte die „HAZ“ Jessica Kaußen, Bürgermeisterkandidatin der Linken. Die Politikerin kritisierte, dass die NPD überhaupt eingeladen worden sei.

„Es war ein bedauerliches Versehen“, sagte Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne dem Bericht zufolge. Ob NPD-Anhänger an der Videokonferenz teilgenommen haben, war nicht klar. Unter dem Namen „NPD-Hannover-Ost“ gab es offenbar keine Anmeldung. „Es könnte aber auch jemand unter seinem Klarnamen daran teilgenommen haben“, sagte Köhne. Der Bürgermeister entschuldigte bei den anderen Teilnehmern.

RND/af

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