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Niedersachsen nimmt geplante Corona-Lockerungen für Silvester zurück

  • Auch in Niedersachsen dürfen zu Silvester nun nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen.
  • Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil in Hannover an.
  • An der Ausnahmeregelung zu Weihnachten soll festgehalten werden.
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Hannover. Niedersachsen nimmt die für den Jahreswechsel geplanten Corona-Lockerungen angesichts steigender Infektionszahlen größtenteils zurück. Die Kontaktbeschränkung auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten soll nun lediglich vom 24. bis zum 26. Dezember auf 10 Verwandte zuzüglich Kinder unter 14 Jahre ausgeweitet werden. Danach sollen die strikten Beschränkungen bis zum 10. Januar weiter gelten, wie Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag im Landtag in Hannover ankündigte. Schüler sollen schon von der kommenden Woche an zu Hause bleiben können. Ob und für wie lange es Schließungen im Handel geben wird, ist noch unentschieden.

„Das, was wir jetzt machen über Weihnachten und Silvester und in das neue Jahr hinein, ist für mich ein ganz wichtiger Akt von vorbeugendem Brandschutz“, sagte Weil. „Es geht am Ende des Tages um den Schutz von Menschenleben.“ Man dürfe sich mit dem derzeitigen Infektionsniveau nicht abfinden, und die derzeitigen Maßnahmen reichten für eine Kehrtwende nicht aus. Der Unterrichtung im Landtag war eine Kabinettssitzung vorausgegangen.

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Eltern können Kinder aus der Schule nehmen

Eltern können ihre Schulkinder in der kommenden Woche vom Präsenzunterricht befreien lassen, damit weniger Kinder in den Klassenräumen sitzen. In dieser Zeit soll es Angebote zum Distanzlernen geben. Anschließend gibt es Weihnachtsferien, die bereits auf drei Wochen verlängert worden waren. „Unser Ziel ist es, schon in der nächsten Woche die Schulen wesentlich leerer zu machen“, sagte Weil.

Bund und Länder wollen nach Angaben von Weil zudem in den kommenden Tagen über eine Verschärfung der Corona-Regeln beraten. Wie Weil sagte, finden die nächsten Gespräche von Bund und Ländern wahrscheinlich schon am Wochenende statt.

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Bei diesen Beratungen sollen nach dem Willen von Weil auch bundeseinheitliche Regelungen für den Handel beschlossen werden. Entweder blieben alle Geschäfte geöffnet, oder es komme zu Schließungen zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr oder zwischen Weihnachten und dem 10. Januar.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem emotionalen Appell in der Generaldebatte im Bundestag weitere Corona-Maßnahmen noch vor Weihnachten gefordert.  © dpa
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Möglichst zügig will Niedersachsen auch den Verkauf von Alkohol zum Außer-Haus-Konsum verbieten. Wie Weil sagte, geht es dabei vor allem um den Verkauf von Glühwein.

RND/dpa

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