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Niedersachsen will in Kommunen mit Inzidenz unter 100 vorsichtig öffnen

  • In Niedersachsen sollen verschiedene Bereiche in den kommenden Wochen geöffnet werden.
  • Das Land plant, den Corona-Lockdown in Kommunen mit einer über mehrere Tage stabilen Inzidenz von unter 100 schrittweise zurückzufahren.
  • Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte, rund zwei Drittel aller Kommunen in Niedersachsen könnten von den Öffnungsschritten profitieren.
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Hannover. Das Land Niedersachsen plant in den kommenden Wochen Öffnungen in verschiedenen Bereichen, um den bisherigen Corona-Lockdown schrittweise zurückzufahren. Konkret nehme das Land nun die Kommunen in den Blick, deren Inzidenzzahlen stabil über mehrere Tage unter 100 liegen, kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag in Hannover an.

„Das sind aktuell rund zwei Drittel aller Kommunen in Niedersachsen.“ Für sogenannte Hochinzidenzkommunen werde weiterhin die sogenannte Bundes-Notbremse gelten.

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Grundsätzlich umfasse die Strategie des Landes vier Ansätze. So sollen abschließend geimpfte Menschen möglichst denjenigen mit aktuell negativem Corona-Test gleichgestellt werden.

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Daneben werde weiter auf Tests in möglichst vielen Bereichen zurückgegriffen, um Corona-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und einzudämmen. „Zusätzlich verfolgen wir den Grundsatz ‚draußen vor drinnen‘, wollen also Außenaktivitäten jetzt besonders in den Blick nehmen“, sagte Weil. Auch solle es weitere Lockerungen für Kinder und Jugendliche geben.

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Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) kündigte an, mit der ab Montag (10. Mai) neu gültigen Corona-Verordnung des Landes werde wieder mehr Kinderbetreuung und Präsenzunterricht stattfinden. Die Bereiche Kita und Schule würden bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 offengehalten.

Die Kitas in entsprechenden Regionen wechselten dann in den eingeschränkten Regelbetrieb mit Hygienevorschriften und festen Raumaufteilungen. Kindertagespfleger könnten einen Regelbetrieb unter Beachtung von Hygienevorschriften anbieten. Für betroffene Schulen gelte wieder Präsenzunterricht im Wechselmodell - des sogenannte „Szenario B“.

Etliche Bereiche betroffen

Auch im Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Touristik, Kulturveranstaltungen und Sport solle es Lockerungen und Öffnungen geben, ergänzte Ministerpräsident Weil. Je nach Bereich würden die Lockerungen begleitet von „einem engen Korsett an Sicherungen“.

Dabei gehe es etwa um Maskenpflicht, Abstandsregeln, Mengenbegrenzungen und grundlegende Hygienekonzepte, erläuterte Weil. Er sehe Niedersachsen damit auf einem guten Weg „in einer schwierigen Übergangsphase.“

Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) mahnte, das Land befinde sich noch immer mitten im Kampf gegen eine Pandemie. „Was uns nicht passieren darf, ist dass wir in drei oder vier Wochen wieder über Schließungsszenarien diskutieren.“

Es gelte, jetzt eine Balance zu finden zwischen Zwang und Freiheiten. Neben Tests und Hygienekonzepten seien Impfungen ein entscheidend wachsender Beitrag hin zu mehr Sicherheit. Sie gehe davon aus, dass bis Ende Mai über die Hälfte aller Niedersachsen eine erste Corona-Impfung erhalten haben werde.

RND/epd

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