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Niedersächsische AfD wählt Wundrak erneut zum AfD-Spitzenkandidaten

  • Die niedersächsische AfD musste wegen eines Formfehlers abermals über ihren Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl abstimmen.
  • Ex-Generalleutnant Joachim Wundrak setzt sich klar auf dem ersten Platz durch.
  • Moderate Kräfte um Wundrak halten die Formfehler für inszeniert.
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Braunschweig. Die niedersächsische AfD hat erneut Joachim Wundrak zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl bestimmt. Bei der wegen Formfehlern wiederholten Aufstellung der Kandidatenliste setzte sich der 66-jährige Ex-Generalleutnant am Samstag in Braunschweig erneut klar auf dem ersten Platz durch. Auch über die folgenden Listenplätze sollte noch einmal erneut abgestimmt werden.

Im Februar hatte der Vorstand auch bei der Landeswahlleitung Zweifel an der Gültigkeit der bisherigen Kandidatenliste geäußert, die im Dezember aufgestellt worden war. 24 Parteimitglieder seien zu der Versammlung offenbar nicht eingeladen gewesen, hatte der Vorstand erklärt.

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Rund 350 Menschen demonstrierten nach Polizeiangaben ganz überwiegend friedlich gegen den AfD-Parteitag, zeitweise seien aber Zufahrtswege blockiert worden. Aufgerufen zu dem Protest hatte das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts.

Leiterin der Gegenproteste kritisiert massive Behinderung der Demonstranten

Die Leiterin der Gegenproteste kritisierte eine massive Behinderung der Demonstranten durch die Polizei. Der direkte Zugang zu der offiziell genehmigten Kundgebung sei über Stunden blockiert worden. Die Polizei räumte später einen Fehler ein, der Zugang sei später freigegeben worden.

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Hinter dem Lavieren um die Liste der AfD wurde ein Tauziehen zwischen zwei Lagern in der Partei vermutet. Bei der Aufstellung hatte der rechte Flügel um den neuen Landeschef Jens Kestner den Kürzeren gezogen. Sowohl Kestner als auch der frühere Landeschef Armin-Paul Hampel hätten damit keine Aussicht auf einen Wiedereinzug in den Bundestag.

Moderate Kräfte um Wundrak, die bisher auf der Liste dominieren, halten die Formfehler für inszeniert und sehen in einer Neuaufstellung den Versuch, das Kräfteverhältnis umzukehren.

RND/dpa

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