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„Fehleinschätzung“: Premier Rutte bedauert Lockerungen in den Niederlanden

  • Vor etwa drei Wochen lockerte die niederländische Regierung eine Reihe an Corona-Maßnahmen.
  • Infolgedessen kam es zu einem rapiden Anstieg der Neuinfektionen.
  • „Wir haben eine Fehleinschätzung gemacht. Das tut uns leid“, sagte Ministerpräsident Rutte nun über die Lockerungen.
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Den Haag. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat Fehler bei der Lockerung von Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus eingeräumt.

„Wir haben eine Fehleinschätzung gemacht. Das tut uns leid“, sagte Rutte am Montag in Den Haag. Gesundheitsminister Hugo de Jonge erklärte, die Lockerungen, fehlende Abstandsregeln und die Delta-Variante des Virus hätten die Ausbreitung von Corona beschleunigt. „Das kann man im Nachhinein leider sehen.“

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Die geschäftsführende Regierung hatte vor drei Wochen fast alle Einschränkungen aufgehoben, nachdem die täglichen Neuinfektionen und Krankenhauseinweisungen wegen Corona zurückgegangen waren. Unter anderem durften Nachtclubs und Diskotheken erstmals seit mehr als einem Jahr wieder öffnen.

Am Wochenende danach strömten im ganzen Land Tausende meist junge Leute in die Clubs. Seitdem schießt die Zahl der Neuinfektionen pro Tag wieder in die Höhe. Am Samstag meldete die Gesundheitsbehörde 10.000 neue Fälle - so viel wie noch nie seit Ende Dezember. Rutte sah sich gezwungen zurückzurudern. Am Freitag führte er einen Teil der Restriktionen wieder ein.

In den Niederlanden sind mehr als 77 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal geimpft worden. Mehr als 46 Prozent sind vollständig geimpft.

RND/AP

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