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NGG kritisiert Beschlüsse: „Die Wut wächst mit jedem Tag im Lockdown“

  • Das Gastgewerbe ist durch den Lockdown hart getroffen – und damit auch die Beschäftigten dort.
  • Der Chef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Guido Zeitler, wirft der Politik vor, sie lasse die Beschäftigten gleich doppelt im Stich.
  • Ihnen fehle es an einer Perspektive – und an ausreichender finanzieller Unterstützung.
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Berlin. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) übt heftige Kritik an den Beschlüssen von Kanzlerin und Ministerpräsidenten und beklagt Perspektivlosigkeit für Beschäftige in Restaurants, Bars und Hotels.

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Nach Corona-Gipfel: Lockdown wird verlängert - mit vielen Öffnungsmöglichkeiten
1:36 min
Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert.  © dpa/TNN

„Hunderttausende Beschäftigte in geschlossenen Restaurants, Bars und Hotels gehen in den fünften Lockdownmonat. Und trotzdem sind Kanzlerin Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs auch weiterhin nicht in der Lage, ihnen eine konkrete, realistische Perspektive zu geben“, sagte NGG-Chef Guido Zeitler dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Frustration ist riesig, die Wut wächst mit jedem Tag im Lockdown.“

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Zeitler kritisierte: „Die Politik lässt Köchinnen, Kellner und Hotelfachleute gleich doppelt im Stich: Ihnen wird weder aufgezeigt, wann sie wieder Geld verdienen dürfen, noch werden sie ausreichend finanziell unterstützt. Sie sollen den Schneckenstart beim Impfen und die verschlafene Test-Strategie ausbaden.“

Dabei fehle „jede schlüssige Erklärung, warum in anderen Branchen unter bestimmten Bedingungen wieder gearbeitet werden darf, Restaurants und Hotels aber auf unbestimmte Zeit weiter geschlossen bleiben“, so der NGG-Chef.

Zeitler sagte: „Die Art und Weise, wie mit den Menschen im Gastgewerbe umgegangen wird, ist inakzeptabel: Der in dieser Krise so wichtige gesellschaftliche Zusammenhalt wird massiv riskiert.“

Hunderttausende müssten seit Monaten von Kurzarbeitergeld leben, das bei den niedrigen Löhnen einfach nicht ausreiche. „Einer Servicekraft bleiben in Kurzarbeit noch knapp 800 Euro, wer soll davon leben? Es muss endlich ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1.200 Euro eingeführt werden“, sagte der Gewerkschaftschef.

Die an bestimmte Voraussetzungen gekoppelte Öffnung der Außengastronomie sei nur wenige Betriebe relevant und nicht mehr als ein kleiner Hoffnungsschimmer.

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