“New York Times” unterstützt im US-Wahlkampf zwei Frauen

  • Wer wird sich bei den Demokraten im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur durchsetzen?
  • In den Umfragen liegt der frühere Vize-Präsident Joe Biden vorn.
  • Doch die renommierte und einflussreiche “New York Times” spricht sich für die linke Kandidatin Elizabeth Warren und die moderate Bewerberin Amy Klobuchar aus - und bricht damit eine Tradition.
Anzeige
Anzeige

New York. Im Rennen um die Nominierung der Demokraten für die US-Präsidentenwahl 2020 hat sich die "New York Times" hinter zwei Kandidatinnen gestellt. In einem Leitartikel für die Montagsausgabe unterstützt die Zeitung Elizabeth Warren (70) als radikale und Amy Klobuchar (59) als moderate Stimme der Opposition. Damit bricht das linksliberale Blatt nach eigenen Worten mit der Tradition, nur einen Kandidaten zu favorisieren.

Anders als in Deutschland sind Wahlempfehlungen von Zeitungen für einen bestimmten Kandidaten in den USA üblich. Die "New York Times" gehört neben der "Washington Post" zu den einflussreichsten überregionalen Tageszeitungen in den USA.

"New York Times": Sanders ebenso "spaltend" wie Trump

Anzeige

Bei der Präsidentenwahl 2016 hatte die "New York Times" in der Nominierungsphase und bei der Präsidentschaftskandidatur die Demokratin und ehemalige Außenministerin Hillary Clinton unterstützt. "Viele Wähler der Demokraten sorgen sich vor allem darum, wer Herrn Trump besiegen kann", heißt es mit Bezug auf den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump. Aber: "Die Frage ist gerechtfertigt, ob unser demokratisches System im Grunde kaputt ist", schreiben die Autoren weiter.

Anzeige

Den 78-jährigen linksgerichteten Senator Bernie Sanders hält die "New York Times" demnach aber für ebenso "spaltend" wie Trump. Daher sei die ehemalige Jura-Professorin und linksgerichtete Senatorin Warren, die mehr staatliche Hilfen für sozial Benachteiligte fordert, die Vorkämpferin der Linken. Klobuchar, die gegen Drogenabhängigkeit vorgeht, steht nach Sicht der Zeitung für die demokratische Mitte. Mit "Charisma, Entschlossenheit und Beharrlichkeit" könne die Senatorin aus Minnesota die Flügel der Partei und vielleicht gar die Nation einen. Anfang Februar finden in den US-Bundesstaaten Iowa und New Hampshire die ersten Vorwahlen statt. Für die Demokraten sind derzeit zwölf Kandidaten im Rennen um die Nominierung.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen