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Nächstes Schuljahr: Lehrerverbände mahnen zur Vorsicht – FDP fordert Unterrichtsgarantie

Gibt es im kommenden Schuljahr wirklich Präsenzunterricht für alle – und, wenn ja, unter welchen Bedingungen?

Gibt es im kommenden Schuljahr wirklich Präsenzunterricht für alle – und, wenn ja, unter welchen Bedingungen?

Berlin. Lehrerverbände warnen die Politik davor, in Sachen Schulen und Präsenzunterricht mit Blick auf das kommende Schuljahr zu viel zu versprechen. „Bereits mehrfach wurde die Infektionsentwicklung von der Politik unterschätzt oder heruntergespielt“, sagte der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wir warnen die Politik eindringlich davor, auf dem Rücken des pädagogischen Personals schon wieder eine Welle nicht haltbarer Versprechungen loszutreten.“

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Mit Versprechungen, die sich unter den gegebenen Voraussetzungen nicht einlösen ließen, werde das Ansehen von Lehrkräften und des Personals in Kindertagesstätten geschädigt – und dort Unmut geschürt, wo Verständnis gebraucht würde.

Die Kultusministerkonferenz hat sich für einen dauerhaften Regelbetrieb in den Schulen im kommenden Schuljahr ausgesprochen: also für Präsenzunterricht für alle Klassen, die Wiederaufnahme von Arbeitsgemeinschaften und auch von Klassenfahrten.

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Viele Politiker, darunter Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD), haben sich zuversichtlich gezeigt, was das kommende Schuljahr angeht. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat allerdings gewarnt, angesichts der Delta-Variante könne Wechselunterricht auch im kommenden Schuljahr nicht ausgeschlossen werden.

VBE-Chef Beckmann betonte: „Wir wollen den Schul- und Kitabetrieb auch solange es geht aufrechterhalten. Doch nicht um jeden Preis.“

Um den Betrieb so sicher wie möglich für die Kinder und Jugendlichen zu gestalten, brauche es technische Unterstützung durch Luftfilter, weiterhin regelmäßiges Testen und bei einem hohen Infektionsgeschehen in der Altersgruppe auch wieder das konsequente Maskentragen. „Alle Versprechen der Politik müssen sich daran messen lassen, ob das umgesetzt wird“, sagte er.

Wie geht es weiter in Sachen Luftfilter?

FDP-Fraktionsvize Katja Suding forderte währenddessen eine staatliche Garantie für Präsenzunterricht an allen Schulen und Luftfilter für alle Klasseräume. „Wir brauchen jetzt umgehend einen bundesweiten Aktionsplan für pandemiefesten Präsenzunterricht“, sagte Suding dem RND. „Für Bundesbildungsministerin Karliczek darf es jetzt keine Sommerpause geben, sie muss mit ihren Länderkollegen umgehend zu einer Sondersitzung der Kultusministerkonferenz zusammenkommen“, forderte sie.

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Suding betonte: „Es muss für Schüler, Eltern und Lehrkräfte eine planbare Normalität nach den Sommerferien geben. Das heißt, dass es eine staatliche Garantie für Präsenzunterricht an allen Schulen geben muss.“

Hierbei kommt aus Sudings Sicht auch der Anschaffung von Luftfiltern eine wichtige Rolle zu. „Das bürokratische Antragsverfahren für Luftfilter muss entrümpelt werden, damit jeder Klassenraum entsprechend ausgestattet wird.“

In einem Positionspapier zum Thema pandemiesicherer Unterricht, das dem RND vorliegt, führt Suding zu dem Thema weiter aus: „Schulen sollten aus einer zentralen Empfehlungsliste (mobile) Luftfiltergeräte wählen können. Die Anschaffung sollte dann nahezu automatisiert und zügig durch die örtlichen Ämter erfolgen.“ Es müsse dringend „ein Umsetzungsturbo“ eingelegt werden.

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Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, sagte dem RND: „Wenn die Schulen krisenfest werden sollen und es nach den Sommerferien wieder regelmäßigen Präsenzunterricht geben soll, dann sind Luftfilter in allen Klassenräumen erforderlich, ganz gleich wie alt die Schülerinnen und Schüler darin sind.“

Der Bund habe zwar endlich ein Förderprogramm auch für mobile Luftfilter aufgesetzt. „Die Förderung ist aber auf die Schulräume der Kinder und Jugendlichen bis zwölf Jahre beschränkt. Das reicht nicht aus“, sagte Finnern. „Jetzt müssen die Länder und Kommunen schnell helfen und die finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, damit alle Schulen flächendeckend mit Luftfiltern ausgestattet werden können.“

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