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  • Neues Klimaziel bis 2030: Vereinte Nationen einigen sich rechtlich verbindlich, Ausstoß von Treibhausgasen weiter zu senken

Bei den Vereinten Nationen: EU verpflichtet sich auf neues Klimaziel

  • Europa verdoppelt sein Tempo beim Klimaschutz.
  • Der EU-Gipfel war sich politisch einig, nun wird das neue Klimaschutzziel des Staatenverbunds auch rechtlich verbindlich.
  • Für Umweltministerin Schulze ist klar: Alle müssen mehr tun, auch Deutschland.
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Brüssel. Die Europäische Union wird sich bei den Vereinten Nationen verpflichten, bis 2030 ihren Ausstoß an Treibhausgasen um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu senken. Dies beschlossen die EU-Umweltminister am Donnerstag in Brüssel. Zudem plädierten sie dafür, diesen Wert auch im EU-Klimagesetz festzuschreiben. Das Gesetz muss aber noch mit dem Europaparlament ausgehandelt werden, das ein ehrgeizigeres Ziel durchsetzen will.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die die Beratungen leitete, begrüßte die Beschlüsse. Das EU-Ziel sei nun „nicht mehr rückgängig zu machen und verbindlich“. Die Europäer zeigten, dass sie das Klimaabkommen von Paris ernst nähmen. „Für das nächste Jahrzehnt bedeutet dies, unser Tempo beim Klimaschutz zu verdoppeln“, erklärte Schulze. „Alle EU-Staaten müssen ihre Anstrengungen verstärken“ - auch Deutschland.

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EU-Gipfel für verschärftes Klimaziel 2030: Minus 55 Prozent
0:58 min
Um den Klimawandel und dessen katastrophale Folgen zu bremsen, müssen die Treibhausgase sinken.  © dpa
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Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten das neue 55-Prozent-Ziel vorige Woche vereinbart. Bisher war die Zielmarke minus 40 Prozent. Mit den Beschlüssen der Umweltminister wird die politische Vereinbarung nun auch rechtlich festgezurrt.

Grüne zufrieden

Schulze zeigte sich schon vor der Sitzung hocherfreut über die Fortschritte in der europäischen Klimapolitik. Neben dem neuen Klimaziel und dem Klimagesetz lobte sie, dass im gerade beschlossenen EU-Haushalt für die nächsten sieben Jahre rund 600 Milliarden Euro für Klimaschutz zur Verfügung stünden.

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Die Grünen äußerten sich hingegen erneut unzufrieden über das neue 55-Prozent-Ziel. Der Europaabgeordnete Michael Bloss erklärte: „Nach Monaten des Hin und Her gibt es zwar nun eine Einigung, das Klima ist damit aber noch nicht gerettet. Das Ziel ist zu niedrig und hat mehr Tricks als Substanz. Immerhin können jetzt die Verhandlungen richtig beginnen. Darauf freue ich mich.“

Das Europaparlament hatte sich für eine Minderung der Treibhausgase um 60 Prozent bis 2030 ausgesprochen, die Grünen sogar für 65 Prozent. Beim Klimagesetz müssen Parlament und Ministerrat eine gemeinsame Position finden. Die Meldung an die UN verantworten die EU-Staaten hingegen alleine.

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Das Pariser Abkommen hat zum Ziel, die Erwärmung der Erde bei unter zwei Grad zu stoppen, möglichst bereits bei 1,5 Grad. Die Erde hat sich aber schon um rund 1,2 Grad erwärmt im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Die vergangenen sechs Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Die fatalen Folgen sind - je nach Region - mehr verheerende Unwetter, Stürme, Überschwemmungen sowie Dürren und Hitzewellen.

RND/dpa

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