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Novavax: Wie gut ist der neue Corona-Impfstoff für Europa?

Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet während der Studie im St. George's University Hospital in London eine Dosis mit dem Corona-Impfstoff von Novavax für eine Impfung vor. Der Impfstoffkandidat des US-amerikanischen Herstellers Novavax hat laut vorläufigen Ergebnissen rund 90 Prozent Wirksamkeit gegen Covid-19 aufgezeigt.

Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet während der Studie im St. George's University Hospital in London eine Dosis mit dem Corona-Impfstoff von Novavax für eine Impfung vor. Der Impfstoffkandidat des US-amerikanischen Herstellers Novavax hat laut vorläufigen Ergebnissen rund 90 Prozent Wirksamkeit gegen Covid-19 aufgezeigt.

Tübingen. Die EU setzt auf weitere Impfstoffe zur Bekämpfung der Corona-Pandemie: Am Mittwoch hat die EU-Kommission einen Vorabkaufvertrag für bis zu 200 Millionen Impfdosen des Novavax-Impfstoffs unterzeichnet.

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte: „Angesichts der Ausbreitung neuer Coronavirus-Varianten in Europa und auf der ganzen Welt ist dieser neue Vertrag mit einem Unternehmen, das seinen Impfstoff bereits erfolgreich gegen diese Varianten getestet hat, eine zusätzliche Sicherheit für den Schutz unserer Bevölkerung.”

„Vielversprechend“: Einschätzungen zum Novavax-Impfstoff

Die EU-Kommissarin für Gesundheit Stella Kyriakides erklärte, dass die klinischen Studien des Novavax-Impfstoffs sehr vielversprechend seien. Auch Professor Peter Kremsner, Vorstandsvorsitzender des Comprehensive Infectious Disease Center an der Universitätsklinik Tübingen, bestätigt: „Die vorab veröffentlichten Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des Novavax-Impfstoffs sind sehr gut“.

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Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagt er, es seien keine besonderen Nebenwirkungen bekannt und „die Wirksamkeit ist mit über 90 Prozent sehr hoch“. An der Impfstoffstudie waren laut Hersteller fast 30.000 Menschen in den USA und Mexiko beteiligt. Berichte über Blutgerinnsel oder Herzprobleme habe es nicht gegeben, so Novavax-Chef Stanley Erck vor wenigen Wochen.

Was hinter dem Corona-Impfstoff von Novavax steckt

Wenngleich der Novavax-Impfstoff später als etwa die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson auf den Markt kommt, handelt es sich nach Auffassung von Professor Kremsner nicht um einen Nachzügler. „Immerhin haben wir rund 300 Impfstoffkandidaten in der Entwicklung, davon mehr als 100 in klinischen Studien“.

Der Experte rechnet damit, dass in der nächsten Zeit noch mehr Impfstoffe auch in der EU zugelassen werden. „Die Vielfalt an Impfstoffen ist wichtig, um zum Beispiel auf Varianten reagieren zu können und keine wirtschaftlichen Abhängigkeiten zu haben“, führt der Experte im Gespräch mit dem RND weiter aus.

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„Der Novavax-Impfstoff ist ein proteinbasierter Impfstoff – diese Technologie ist altbekannt und gut erforscht“, erläutert Professor Kremsner. Er wird mit im Labor gezüchteten Kopien des Spike-Proteins hergestellt, das das Coronavirus umhüllt. Nach dem ähnlichen Prinzip funktionieren auch Grippeimpfstoffe: Das Immunsystem reagiert auf die Proteine im Impfstoff und ist damit vorbereitet, wenn es tatsächlich mit dem Virus konfrontiert wird.

Andere Impfstoffe, die heute weit verbreitet sind, enthalten die genetischen Anweisungen für den Körper, sein eigenes Spike-Protein herzustellen. „Der Impfstoff ergänzt die anderen zugelassenen Impfstoffe in der EU, bei denen es sich um mRNA- und Vektorimpfstoffe handelt“, so Kremsner.

RND

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