Neue Corona-Vorgaben: Greta Thunberg streikt wieder im Internet

  • Im Frühjahr hat Greta Thunberg ihre Klimaproteste aufgrund der Corona-Pandemie erstmals ins Internet verlegt.
  • Zwischenzeitlich konnte sie wieder vors schwedische Parlament zurückkehren.
  • Doch nun zwingt sie das Virus, erneut umzusteigen.
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Stockholm. Klimaaktivistin Greta Thunberg demonstriert vorerst wieder im Internet statt unter freiem Himmel. Grund dafür sind die neuen Corona-Maßgaben für Stockholm und weitere Regionen in Schweden, die die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten veröffentlicht hat.

Weil sich die Situation verschlechtere, gehe sie wieder zurück in den Online-Streik, schrieb Thunberg am Freitag auf Twitter. Dazu stellte sie ein Bild, das sie zu Hause in Stockholm mit ihrem berühmt gewordenen Protestschild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ (Schulstreik fürs Klima) zeigte.

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Greta Thunberg geht wieder zur Schule
1:27 min
"Mein Jahr ohne Schule ist vorbei, und es fühlt sich großartig an, endlich wieder in der Schule zu sein!"  © Reuters
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Seit dem Sommer 2018 demonstriert Thunberg immer freitags eigentlich vor dem Reichstag in Stockholm für einen stärkeren Kampf gegen die Klimakrise. Nach dem Beginn der Corona-Krise war sie im Frühjahr 2020 aber relativ zügig ins Internet ausgewichen, wo sie in den sozialen Netzwerken mehr Klimaschutz einfordert und Beiträge von Mitstreitern in aller Welt teilt.

Kein Protest mehr vor dem Parlament

Ende August war sie zum Protest vor das schwedische Parlament zurückgekehrt - mit Maske und ausreichend Abstand zu den Mitdemonstranten. Damit ist nun erst einmal Schluss.

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Schweden hat im Kampf gegen Corona einen Sonderweg mit relativ freizügigen Maßnahmen gewählt. Vereinzelte Beschränkungen gelten aber auch dort. Die Bevölkerung wird zudem dazu aufgerufen, mit einem auf Vernunft basierenden Verhalten gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorzugehen.

Weil die schwedischen Infektionszahlen in den vergangenen Tagen erheblich gestiegen sind, wurden zuletzt allgemeine Empfehlungen für eine Reihe von Regionen ausgegeben, darunter am Donnerstag auch für die Menschen in Stockholm.

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In diesen Regionen werden die Schweden unter anderem dazu aufgefordert, Kontakt mit Personen aus anderen Haushalten ebenso zu meiden wie den öffentlichen Nahverkehr und Veranstaltungen wie Konzerte.

RND/dpa

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