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  • Neue Corona-Lockerungen: Diese Regeln und Beschränkungen gelten jetzt in den einzelnen Bundesländern

Weitere Corona-Lockerungen: Der aktuelle Stand in den Bundesländern

  • Nach der Videoschalte von Bund und Ländern in der vergangenen Woche geht es nun Schlag auf Schlag.
  • Viele Bundesländer lockern weiter fleißig die Corona-Beschränkungen.
  • Ein Überblick über die Änderungen in den einzelnen Ländern.
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Hannover/Berlin. So rasant Bund und Länder im März das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben heruntergefahren haben, so schnell fahren sie es nun wieder hoch. In den vergangenen Wochen hatten einige Bundesländer Kurs auf Lockerungen der Beschränkungen genommen. Nach und nach kommen mehr dazu.

Die Bundesländer können im Kampf gegen die Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden. Wichtig: Die Lockerungen erfolgen in aller Regel unter Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

Bund und Länder haben sich zudem darauf verständigt, die Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni zu verlängern.

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Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Corona-Lockerungen in Bremen

Seit dem 1. Juni können alle Vorschulkinder wieder in die Kitas kommen, seit 15. Juni bzw. 22. Juni läuft wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb. Bremerhaven wartet noch ab.

Seit dem 18. Mai wurden die Klassen 1 bis 3 wieder nach und nach in die Grundschulen geholt. Inzwischen haben alle Schüler wieder Unterricht, jedoch nur teilweise in der Schule. Nach Ende der Sommerferien am 7. August sollen die Schulen zu einem Normalbetrieb zurückkehren.

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Restaurant- und Kneipenbesuche sind möglich. Gästelisten mit Namen und Kontaktdaten sind Pflicht. Es gelten ein Thekenverbot, Sitzplatz- und Bedienpflicht. Bars im Sinne von Einraumeinrichtungen mit Tresen bleiben weiterhin geschlossen. Auch Hotels und Ferienwohnungen dürfen seit dem 18. Mai öffnen. Campingplätze sind ebenfalls wieder offen.

Ebenso gelockert wurden die Kontaktbeschränkungen. Es können sich mehrere Angehörige aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. In geschlossenen Räumen sind Veranstaltungen mit maximal 20 Personen möglich, wenn ein Hygienekonzept vorliegt. Bei Veranstaltungen im Garten, auf der Parzelle oder ähnlich umfriedeten Flächen im Freien liegt die Grenze bei 50 Personen. Für beide Fälle wird die einschränkende “Zwei-Haushalts-Regel” aufgehoben.

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Versammlungen müssen angezeigt werden und können zum Infektionsschutz behördlich verboten, beschränkt oder mit Auflagen versehen werden. Messen bleiben verboten.

Die ersten Freibäder können seit 1. Juni öffnen, seit 15. Juni sollen Freibäder bei Vorlage eines Hygienekonzeptes generell geöffnet werden. Größere Freizeitparks gibt es nicht.

Sporthallen und Fitnessstudios dürfen seit 27. Mai wieder öffnen - unter Auflagen.

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Corona-App startet in Deutschland
0:57 min
Derweil ist die Zahl der weltweit bestätigten Coronavirus-Fälle auf über acht Millionen angestiegen. Brennpunkte sind insbesondere Lateinamerika und die USA.  © Reuters

Corona-Lockerungen im Saarland

Seit dem 1. Juni können sich bis zu zehn Menschen treffen und nicht mehr wie bisher nur fünf - auch in Gaststätten.

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Museen, Zoos sowie Sport- und Spielplätze können unter Auflagen geöffnet werden. Das Gleiche gelte für Friseure, Kosmetiker und Piercing- oder Tattoostudios. Gottesdienste sind ebenfalls wieder möglich. Für Kinos gibt es noch keine Angaben.

Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes unter freiem Himmel sind unter Auflagen erlaubt, so müssen etwa die Hygiene- und Abstandsvorschriften eingehalten werden.

Auch für bislang nicht gestattete Veranstaltungen soll es wieder eine Möglichkeit geben. In Räumen ist der Landesregierung zufolge eine maximale Personenzahl von 50, im Freien von höchstens 100 Teilnehmern vorgesehen, allerdings erst seit 15. Juni.

Im Laufe des Juni sollen alle Schüler zumindest zeitweise wieder an die Schule zurückkehren. Bereits seit dem 4. Mai sind die Schulen für die Abschlussklassen geöffnet. Die Kitas können seit dem 8. Juni einen eingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen.

Gaststätten dürfen seit dem 18. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Unter anderem muss das Personal Mundschutz tragen, die Gaststätten müssen um 23 Uhr schließen. Bars können ebenfalls öffnen, bewirtet wird allerdings ausschließlich an Tischen, ein Aufenthalt an der Theke ist nicht gestattet.

Bei Hotels ist seit 18. Mai der normale touristische Betrieb wieder möglich – im Rahmen geltender Beschränkungen. Auch Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder für den Tourismus öffnen.

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Freibäder und Hallenbäder dürfen seit 8. Juni wieder unter Auflagen öffnen. Sport treiben in Hallen ist wieder erlaubt - im Fitnessstudio und beim Vereinssport. Auch Freizeitparks dürfen wieder Besucher empfangen.

Corona-Lockerungen in Rheinland-Pfalz

Das Besuchsverbot in Heimen im Land wurde gelockert. Bewohner dürfen künftig einmal am Tag eine Stunde Besuch empfangen und auch das Gelände in Begleitung verlassen.

Im öffentlichen Raum dürfen sich Angehörige zweier Haushalte treffen. Seit dem 10. Juni dürfen sich bis zu zehn Menschen unabhängig von der Zahl der Haushalte treffen. Demonstrationen sind unter Auflagen möglich.

Die Schulen wurden zum 25. Mai für die dritten, fünften und sechsten Klassen geöffnet. Seit 8. Juni folgen die übrigen: die Klassen eins, zwei, sieben, acht und neun. Mitte Juni sollen alle Schüler wieder in der Schule sein und nach einem rollierenden System unterrichtet werden. Bereits zum 18. Mai war für weitere Klassen der Berufsbildenden Schulen eine Rückkehr zum Präsenzunterricht vorgesehen.

Die Kitas sind seit dem 2. Juni für alle offen, wenn auch mit Einschränkungen. Bis zum 1. August sollen sie wieder den normalen Regelbetrieb aufnehmen.

Gaststätten und Bars dürfen wieder unter Auflagen öffnen - seit dem 10. Juni auch wieder bis 24 Uhr. Essen und Trinken darf seit 27. Mai wieder an der Theke abgeholt werden. Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze dürfen wieder öffnen. Sie müssen auch die Schutzmaßnahmen einhalten. Gleiches gilt für Familienferienstätten oder Jugendherbergen.

Bus- und Schiffsreisen sind seit dem 10. Juni wieder möglich. Auch Wellnessbereiche (in Hotels und die Freizeitparks) dürfen dann wieder aufmachen.

Die Landesmuseen dürfen wieder besichtigt werden. Die KZ-Gedenkstätten in Osthofen und Hinzert sind bereits seit dem 12. Mai wieder öffentlich zugänglich.

Innen dürfen sich bei Veranstaltungen, darunter auch Messen oder Märkte, bis zu 75 Menschen unter Auflagen versammeln - ab dem 24. Juni dann bis zu 150. Im Freien sind Veranstaltungen mit bis zu 250 Menschen möglich, wenn der Abstand gewahrt bleibt und Kontaktdaten erfasst werden, ab dem 24. Juni sind draußen bis zu 350 Menschen möglich.

Auch Kinos dürfen in Rheinland-Pfalz seit 27. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Vom gleichen Tag an sollen die Menschen auch Theater, Opern, Konzerthäuser und Kleinkunstbühnen wieder besuchen können. Die Maskenpflicht während des Sitzens in Kinos und Theatern entfällt seit 10. Juni. Chöre dürfen dann ebenfalls wieder proben.

Freibäder dürfen seit 27. Mai öffnen, Fitnessstudios ebenfalls, Hallenbäder und Freizeitparks seit 10. Juni. Auch Vereinssport in Hallen ist wieder möglich.

Video
RND-Videoschalte zur Telefonkonferenz der Kanzlerin: Tobias Peter im Gespräch mit Tim Szent-Ivanyi
9:05 min
“Mehr Entscheidungsverantwortung an die Bundesländer” – so lautet die Losung des Tages. Eine Analyse des RedaktionsNetzwerk Deutschland.  © RND

Corona-Lockerungen in Baden-Württemberg

Nach Gottesdiensten, Zoos und Friseuren werden auch in Baden-Württemberg nach und nach weitere Bereiche gelockert. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte ein Ampelsystem angekündigt, mit dem von grün bis rot Bereiche des öffentlichen Lebens nach der Corona-Infektionsgefahr unterteilt werden.

Speiselokale dürfen wieder öffnen, Kneipen und Bars dürfen seit dem 2. Juni wieder öffnen. Ferienwohnungen, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze können bereits seit dem 29. Mai wieder ganz öffnen, genau wie Hotels.

Die Kontaktbeschränkungen sehen nun so aus: In der Öffentlichkeit dürfen sich seit 10. Juni Gruppen mit Angehörigen aus bis zu zwei Haushalten oder von bis zu zehn Personen aus mehreren Haushalten treffen. Bei privaten Veranstaltungen dürfen sich bis zu 20 Personen aus mehreren Haushalten treffen - wenn alle Personen miteinander verwandt sind, gibt es keine zahlenmäßige Beschränkung. Ab dem 1. Juli dürfen sich dann 20 Menschen statt bislang 10 Personen auch öffentlich treffen.

Versammlungen sind erlaubt - mit Auflagen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes - etwa zu Abständen oder Höchstteilnehmerzahlen.

Öffentliche Tagungen, Kongresse, Messen und kleinere Sportevents mit bis zu 100 Menschen sind vom 1. Juli an wieder möglich. Nach monatelanger Zwangspause sollen die Messen im Land ab 1. September wieder öffnen dürfen - auch mit mehr als 500 Personen.

Ab dem 1. August soll bereits eine Teilnehmerzahl von bis zu 500 Menschen erlaubt sein. Private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstage mit bis zu 99 Menschen sind in angemieteten Räumen möglich, wenn Hygienekonzepte eingehalten werden.

Viele Schüler gehen bereits wieder zur Schule. Seit dem 15. Juni sollen alle Schüler zumindest zeitweise wieder Präsenzunterricht erhalten. Die Kitas sollen ab dem 29. Juni wieder vollständig öffnen. Bisher dürfen höchstens 50 Prozent der Kinder, die normalerweise die Einrichtung besuchen, gleichzeitig dort betreut werden.

Fitnessstudios sind seit dem 2. Juni wieder geöffnet. Auch Sportvereine dürfen nun in Hallen trainieren. Schon länger konnten die Menschen wieder Museen besuchen. Kinos bleiben geschlossen.

Freizeit-Fußballer dürfen bereits im Zuge der Lockerungen für den Breitensport mit strengen Auflagen wieder auf den Rasen zurückkehren. Spielsituationen mit Körperkontakt sind weiter untersagt. Die Lockerungen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen für den Breitensport im Freien gelten seit dem 11. Mai.

Freizeitparks dürfen seit dem 29. Mai öffnen, Freibäder unter Auflagen seit dem 6. Juni.

Corona-Lockerungen in Bayern

Seit dem 17. Juni dürfen sich im öffentlichen Raum wieder Gruppen von bis zu zehn Personen treffen - bislang waren solche Treffen auf Angehörige zweier Haushalte beschränkt. In privaten Räumen und Gärten gibt es dann gar keine zahlenmäßige Beschränkung mehr. Seit 9. Mai ist zudem der Besuch von Verwandtschaft in Pflegeheim und Krankenhaus möglich.

Seit dem 22. Juni sind bei Veranstaltungen in Innenräumen bis zu 50 Personen erlaubt, im Freien dürfen es sogar maximal 100 sein. Das gilt zum Beispiel für Hochzeitsfeiern, Beerdigungen und Vereinssitzungen. Bei Kulturveranstaltungen sind in Innenräumen sogar bis zu 100 Gäste erlaubt mit zugewiesenen Sitzplätzen, in Außenbereichen bis zu 200.

Seit dem 11. Mai dürfen alle Geschäfte sowie Zoos, Bibliotheken und Museen öffnen. Seit dem 22. Juni können in Läden rund doppelt so viele Menschen einkaufen wie bisher, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Mitarbeiter können zudem unter bestimmten Umständen auf das Tragen einer Maske verzichten.

Konkret wird die Zahl der in einem Geschäft erlaubten Personen von einer pro 20 Quadratmetern auf eine pro 10 Quadratmetern erhöht, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte. Dies soll auch für Freizeiteinrichtungen und Kultureinrichtungen wie Museen und Zoologische Gärten gelten.

Seit dem 15. Juni gibt es für alle Schüler wieder Präsenzunterricht. Vom 1. Juli an sollen auch alle Kinder zurück in Kindergärten und Krippen dürfen.

Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten durften am 11. Mai ebenfalls wieder öffnen. Besucher sollten sich aber vorher über Öffnungszeiten informieren, denn viele Museen etwa haben montags regulär zu. Kinos bleiben geschlossen.

Fitnessstudios und Indoor-Sportstätten dürfen seit dem 8. Juni wieder öffnen. Auch der Lehrgangsbetrieb im Sport ist seit dem 22. Juni wieder gestattet. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport von 20 Personen sind aufgehoben. Die Teilnehmerbegrenzung ist nun abhängig von der Raumgröße und der Art der Belüftung.

Wirts- und Biergärten dürfen seit 18. Mai öffnen - also zunächst nur Gastronomie-Außenbereiche. Diese dürfen ab sofort wieder bis 22 Uhr offen haben und auch draußen Gäste bewirten. Laut Branchenverband Dehoga dürfen Personen aus zwei Hausständen beisammensitzen. Seit dem 25. Mai, dürfen die Wirte die Innenbereiche öffnen - bis 22 Uhr. Für Lokale wie Bars und Kneipen, die auf den Getränkeausschank ausgerichtet sind, soll bis Anfang Juli eine Lösung gefunden werden.

Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen seit dem 30. Mai wieder öffnen - Wellnessbereiche dürfen seit dem 22. Juni wieder öffnen.

Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten.

Freizeitparks dürfen seit dem 30. Mai öffnen, Freibäder und Schwimmbadanlagen im Freien dürfen öffnen. Hallenbäder, Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbäder einschließlich der Wellness-Bereiche dürfen seit dem 22. Juni wieder öffnen. Seit 15. Juni dürfen Theaterbetriebe, Kinos und Konzertsäle wieder öffnen.

Corona-Lockerungen in Thüringen

In Thüringen haben Friseure und Kosmetiker seit 4. Mai wieder geöffnet. Auch Spielplätze, Musikschulen, Bibliotheken und Fahrschulen können die Arbeit wieder aufnehmen – unter Einhaltung von besonderen Hygieneauflagen.

Die Notbetreuung in den geschlossenen Kindergärten wurde ab 18. Mai erweitert - auf alle Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung und deren Geschwister. Seit dem 2. Juni gibt es einen eingeschränkten Regelbetrieb in den Kindergärten unter bestimmten Voraussetzungen, entscheiden können die Kommunen selbst. Seit 15. Juni muss jedem Kind die Teilnahme am eingeschränkten Regelbetrieb ermöglicht werden.

Seit 13. Juni gelten keine Kontaktbeschränkungen mehr. Allerdings empfiehlt eine neue Grundverordnung, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen. Seit 23. Mai sind Demonstrationen ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl möglich. Maskenpflicht und Abstandsregeln bleiben derweil bestehen.

Messen, Spezialmärkte und andere gewerbliche Ausstellungen sind erlaubt, wenn genehmigte Infektionsschutzkonzepte vorliegen. Private Feiern in geschlossen Räumen müssen ab 30 Teilnehmern zwei Tage im Voraus bei der jeweiligen Kommune angemeldet werden.

Gottesdienste sind in Thüringen bereits seit dem 23. April unter beschränkter Teilnehmerzahl wieder möglich. Gaststätten, Bars und Hotels dürfen wieder öffnen. Die Regelung gilt auch für Campingplätze, Hotels, Ferienwohnungen und -häuser sowie vergleichbare Angebote. Voraussetzung sei, dass die Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten würden.

Seit dem 1. Juni können Freibäder sowie Badeseen wieder öffnen. Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, Vereine können seit dem 1. Juni in Hallen zurückkehren. Seit 13. Juni ist der Besuch von Hallenbädern, Saunen, Thermen möglich, wenn ein Infektionsschutzkonzept genehmigt wurde. Auch Freizeitparks dürfen öffnen - solange es sich nicht um Kirmes-Veranstaltungen oder Ähnliches handels.

Museen dürfen öffnen, für Kinos gibt es noch keinen Öffnungstermin.

Die neue Thüringer Schutzverordnung sieht außerdem vor, dass Kommunen weitgehend eigenständig über weitere Lockerungen entscheiden sollen.

Corona-Lockerungen in Sachsen

In Sachsen galt die Maskenpflicht zuerst, auch bei den Lockerungen war das Land vorn dabei.

Die ersten Schüler waren bereits am 20. April an die Schulen zurückgekehrt. Sachsen hatte am 12. Mai weitreichende Lockerungen der Beschränkungen beschlossen. Ab dem 29. Juni soll der Kita-Betrieb wieder so laufen wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Ein eingeschränkter Betrieb gilt bis zu den Sommerferien weiterhin für Grund- und Förderschulen, Horte und weiterführende Schulen.

Es können sich zwei Hausstände treffen. Auch Treffen mit bis zu zehn Menschen sind erlaubt - sowohl drinnen als auch draußen. In einer Gaststätte oder einem angemieteten Raum dürfen sich bis zu 50 Menschen bei Familienfeiern treffen. Und Kundgebungen sind nicht mehr auf eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern begrenzt.

Ab dem 30. Juni dürfen an Familienfesten außerhalb privater Räume nunmehr bis zu 100 Personen teilnehmen. Musikclubs können bei Vorlage von Hygienekonzepten öffnen - allerdings bleibt das Tanzen dort tabu. In Jazzclubs oder anderen kleineren Lokalitäten können wieder Konzerte stattfinden.

Auch Tagungen, Kongresse und kleinere Messen mit höchstens 1000 Besuchern sind wieder zulässig - Voraussetzung sind entsprechende Hygienekonzepte.

Beherbergungsbetriebe wie Hotels und Ferienwohnungen dürfen ebenso wieder öffnen, Campingplätze auch. Auch Kneipen, Biergärten und Restaurants dürfen in Sachsen seit dem 15. Mai unter strengen Hygiene-Auflagen wieder öffnen.

Tanzschulen, Fitness- und Sportstudios, Spielbanken, Spielhallen, Wettannahmestellen, Freibäder sowie Freizeit- und Vergnügungsparks dürfen wieder öffnen, wenn sie ein genehmigtes Hygienekonzept vorlegen. Sportstätten können im Innen- und Außenbereich genutzt werden. Hallenbäder dürfen öffnen, wenn die Kommunen deren Hygienekonzept genehmigt haben.

Geschäfte dürfen ohne Flächenbegrenzung auf 800 Quadratmeter öffnen. In Sachsen dürfen seit dem 4. Mai neben Friseuren auch Kosmetiksalons wieder offen haben, ebenso Museen, Bibliotheken, Zoos und botanische Gärten. Spielplätze dürfen unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Kinos sind noch geschlossen.

Corona-Lockerungen in Sachsen-Anhalt

Seit dem 28. Mai dürfen sich bis zu zehn Menschen treffen, und ab dem 2. Juli dürfen zu privaten Feiern bis zu 50 Gäste eingeladen werden. Zu professionell organisierten Feiern wie Hochzeiten, Trauerfeiern oder Einschulungen sowie Fachtagungen, Vereinstreffen oder Parteiversammlungen dürfen derzeit bis zu 100 Menschen kommen.

Von Anfang Juli an sollen wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen unter freiem Himmel möglich sein. In geschlossenen Räumen soll eine maximale Teilnehmerzahl auf 250 Menschen begrenzt werden. Vom 1. September sei die Zahl auf 500 Menschen beschränkt.

Kitas und Schulen kehren zu einem regulären Betrieb zurück. Grundschüler und Kitakinder kommen täglich in die Kitas und Grundschulen, an weiterführenden Schulen gibt es Wechselmodelle aus Präsenzunterricht und Distanzlernen. Schüler dürfen auch ohne den allgemein geltenden corona-bedingten Mindestabstand unterrichtet werden.

Demonstrationen sind möglich, wenn die Versammlungsbehörde sie zusammen mit dem Gesundheitsamt erlaubt. Eine pauschale Höchstgrenze für Teilnehmer gibt es nicht.

Ferienwohnungen sind wieder geöffnet, Hotels und Campingplätze ebenfalls. Seit 28. Mai dürfen Menschen aus Deutschland für Ausflüge, Urlaub und Besuche wieder ins Land kommen.

Die Restaurants dürfen seit 22. Mai wieder öffnen - per Sondergenehmigung vom Kreis durften sie das auch schon am 18. Mai. Bars dürfen seit dem 28. Mai wieder öffnen.

Museen sind wieder geöffnet, Kinos sind noch geschlossen. Freizeitparks und Freibäder dürfen seit dem 28. Mai wieder öffnen. Auch Hallenbäder dürfen öffnen, wenn Abstands- und Hygieneanforderungen erfüllt sind.

Fitnessstudios dürfen seit dem 28. Mai wieder öffnen, auch Sport in Hallen ist dann wieder erlaubt. Verboten bleiben Wettkämpfe, Zuschauer und generell Kontaktsportarten wie Ringen.

Corona-Lockerungen in Berlin

Auch in Berlin darf die Gastronomie unter strengen Auflagen wieder öffnen. Seit dem 2. Juni dürfen auch Kneipen und Bars wieder öffnen. Gäste müssen jedoch an Tischen Platz nehmen. Seit 10. Juni gilt keine Begrenzung der Öffnungszeiten mehr. Hotels und Ferienwohnungen sowie Campingplätze können seit dem 25. Mai öffnen.

Berlins Schulen haben seit dem 4. Mai wieder geöffnet, zunächst mit den Zehntklässlern. Bis Ende Mai konnten alle Schüler mit verringerter Stundenzahl in die Schulen gehen. Nach Ende der Sommerferien am 7. August sollen die Schulen zu einem Normalbetrieb zurückkehren.

Seit 15. Juni hat in den Kitas die Rückkehr zum Regelbetrieb begonnen, seit dem 22. Juni findet die Betreuung aller Kinder wieder in vollem Umfang statt.

Von diesem Samstag (27. Juni) an fällt die Pflicht zu Kontaktbeschränkungen weg. Zudem dürfen künftig wieder mehr Menschen gleichzeitig in die Geschäfte. Der bisher gültige Richtwert von maximal einer Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche wird auf zehn Quadratmeter gesenkt.

Für Demonstrationen gilt keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr. Dabei gilt weiter ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Auch Fahrschulunterricht ist wieder möglich - mit Masken.

Beim Sport ist in Berlin bald wieder vieles möglich. Das gilt vor allem für Aktivitäten zusammen mit anderen: Sportvereinen ist es wieder möglich, in Gemeinschaft Sport zu treiben - mit einer Obergrenze von acht Teilnehmenden einschließlich Trainer im Freien. In Sporthallen dürfen seit 1. Juni bis zu zwölf Personen trainieren.

Seit dem 25. Mai wird auch der Wettkampfbetrieb in kontaktfreien Sportarten im Freien wieder zu ermöglicht. Voraussetzung sind entsprechende Hygienekonzepte. Fitnessstudios dürfen in Berlin seit dem 1. Juni wieder öffnen, Strand- und Freibäder seit dem 25. Mai.

Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros und Tanzschulen dürfen ebenfalls seit dem 1. Juni ihren Betrieb aufnehmen.

Ab 1. August sind in geschlossenen Räumen bis zu 500 Teilnehmer erlaubt, ab 1. September bis zu 750 und ab 1. Oktober bis zu 1000. Veranstaltungen im Freien dürfen laut Stufenplan ab 1. September bis zu 5000 Teilnehmer umfassen.

Momentan sind die Obergrenzen für kulturelle Events, Messen, Spezialmärkte, Sportveranstaltungen, geschäftliche Meetings oder gewerbliche Freizeitangebote niedriger. In geschlossenen Räumen sind aktuell bis zu 150 Teilnehmer erlaubt, ab 30. Juni sind es bis zu 300. Bei Veranstaltungen im Freien ist die Teilnehmerzahl bisher auf 500 und ab 30. Juni auf 1000 limitiert.

Seit dem 2. Juni sind Open-Air-Veranstaltungen wie Konzerte oder Filmvorführungen mit bis zu 150 Teilnehmern wieder möglich sein, ab 30. Juni dann mit bis zu 300 Teilnehmern. Großveranstaltungen bleiben bis 31. August untersagt. Für Demonstrationen gilt in Berlin künftig keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr.

Museen können wieder öffnen, Kinos müssen vorerst zu bleiben.

Corona-Lockerungen in Brandenburg

Seit dem 9. Mai dürfen unter strengen Auflagen alle Geschäfte und Spielplätze wieder geöffnet werden. Seit dem 28. Mai können sich bis zu zehn Menschen oder zwei Haushalte treffen. Private Feiern sind mit bis zu 50 Personen möglich. Das gilt für drinnen und draußen. Angehörige dürfen auch wieder Bewohner von Pflegeeinrichtungen besuchen.

Seit dem 15. Juni gelten keine Kontaktbeschränkungen mehr. Abstands- und Hygieneregeln gelten aber weiterhin.

Seit dem 28. Mai sind Versammlungen und Veranstaltungen wie etwa genehmigte Demonstrationen oder Gottesdienste unter freiem Himmel mit bis zu 150 Personen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 75 Personen erlaubt.Seit 15. Juni sind sie wieder ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich, aber der Mindestabstand muss eingehalten und der Zutritt gesteuert werden.

Öffentliche und private Veranstaltungen dürfen seit 15. Juni wieder mit bis zu 1000 Menschen stattfinden, dazu zählen auch Gottesdienste und Konzerte. Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen bleiben bis Ende August verboten. Abstands- und Hygieneregeln sowie im Freien ein geregelter Zutritt und in Räumen genügend Frischluft und das Erfassen von Personendaten müssen aber gewährleistet werden.

Alle Brandenburger Kinder können seit dem 25. Mai bis zu den Sommerferien Ende Juni wieder in die Schule oder Kita gehen - zumindest tage- oder wochenweise. Seit 15. Juni sollen Kitas wieder für alle Kinder öffnen, die Schulen sollen nach dem Ende der Sommerferien am 10. August folgen. In Schulen und Kitas fällt der allgemeine Mindestabstand dann weg, nur nicht zwischen Lehrern. Dafür müssen Hygieneregeln wie das Händewaschen eingehalten werden.

Restaurants und Kneipen dürfen ohne Sperrzeit öffnen.

Bootsverleihe können öffnen. Vereinssportler können wieder im Freien trainieren, jedoch ohne Wettkämpfe. Fitnessstudios, Turn- und Sporthallen können seit dem 28. Mai unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln aufmachen.

Ferienwohnungen dürfen Gäste aufnehmen. Hotels und Pensionen dürfen – unter strengen Hygieneauflagen – seit dem 25. Mai wieder aufmachen. Auch Campingplätze sind geöffnet.

Museen können bereits wieder öffnen, Freizeitparks ebenfalls. Schwimmbäder dürfen dies seit dem 28. Mai.

Seit dem 6. Juni sollen dann auch Kulturveranstaltungen wie Konzerte, Theater und Kinos in Räumen mit bis zu 75 Personen und unter freiem Himmel mit bis zu 150 Personen stattfinden dürfen.

Corona-Lockerungen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind seit dem 9. Mai wieder Restaurantbesuche möglich – sie dürfen seit 25. Mai statt bis 21 Uhr dann bis 23 Uhr Gäste bewirten, mit maximal sechs Erwachsenen pro Tisch. Ein Gast pro Tisch muss seine Daten hinterlassen. Bars und Kneipen dürfen seit dem 15. Juni aufmachen.

Seit 18. Mai dürfen bereits Hotels und Ferienwohnungen öffnen, Campingplätze sind ebenfalls wieder geöffnet.

Seit 25. Mai dürfen auch Touristen aus anderen Bundesländern einreisen.

Kosmetikstudios, Massagepraxen, Nagelstudios, Physiotherapeuten und ähnliche Anbieter dürfen ihren Betrieb aufnehmen. Fitnessstudios dürfen öffnen. Auch Vereinssport in geschlossenen Räumen darf wieder betrieben werden.

Bis zu zehn Menschen mehrerer Haushalte dürfen sich wieder an öffentlichen Orten treffen.

Schüler kehren bereits schrittweise in die Schulen zurück, Kitas stehen wieder allen Kindern offen. Nach den Sommerferien Anfang August wird es auch wieder einen verlässlichen und täglichen Regelunterricht für alle Schüler geben. Vorbehaltlich der Entwicklung der Infektionszahlen soll dann auch die 1,50-Meter-Abstandsregel aufgehoben werden. Seit dem 3. Juni ist überdies die sogenannte 15er-Regel aufgehoben. In größeren Räumen dürften auch mehr als 15 Schüler sein, wenn die Abstandsregel eingehalten werden kann.

Seit dem 15. Juni liegt die Obergrenze für Veranstaltungen im Freien bei 300 Teilnehmenden. In geschlossenen Räumen dürfen maximal 100 Personen zusammenkommen. Familienfeiern mit bis zu 50 Gästen sind von dort an möglich. Derzeit liegen die Grenzen bei 150, 75 und 30 Menschen.

Museen können wieder öffnen.

Fahrschulen durften nach wochenlanger Schließung am 11. Mai wieder öffnen. Auch Fahrgastschifffahrten und Bootsverleihe sind seit 18. Mai an unter Auflagen wieder möglich.

Seit dem 25. Mai dürfen die Freibäder, Kinos und Reha-Kliniken wieder öffnen. Hallen- und Spaßbäder können seit 8. Juni wieder eingeschränkt öffnen. Seit dem 15. Juni dürfen wieder alle Schwimmgäste kommen. Freizeitparks sollen dann wieder öffnen.

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Corona-Lockerungen in Hamburg

In Hamburg dürfen die Kinder wieder auf Spielplätzen spielen. Auch Gottesdienste sind wieder möglich. Zudem dürfen Museen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten wieder aufmachen. Alle Sportarten im Freien sind seit dem 13. Mai mit Abstand wieder möglich. Das bedeutet auch, dass alle Außensportanlagen wieder öffnen dürfen.

Freibäder dürfen seit dem 2. Juni unter Auflagen öffnen. Sporthallen, Fitness- und Sportstudios, Yoga-Studios, Tanzschulen und Indoor-Spielplätze dürfen schon seit 27. Mai wieder öffnen.

Die Hamburger Kitas sind seit 8. Mai wieder schrittweise in einen eingeschränkten Regelbetrieb gegangen. Vom 18. Juni an dürfen wieder alle Kinder die Kindertagesstätten besuchen. In Absprache mit den Trägern solle in einem eingeschränkten Regelbetrieb zunächst eine Betreuung von 20 Stunden pro Woche möglichst an drei Wochentagen gewährleistet werden.

Seit dem 25. Mai sollen alle Schüler wenigstens einmal pro Woche Unterricht in der Schule bekommen.

Restaurants dürfen seit 13. Mai unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen. Restaurants und Lokale dürfen ihre Gäste drinnen und draußen bewirten. Die Öffnung von Bars wird geprüft.

Seit dem 18. Mai dürfen Menschen in Hamburger Pflegeheimen unter strengen Auflagen wieder von Angehörigen besucht werden. Ab 1. Juli sind wieder Feiern in privaten Wohnungen mit bis zu 25 Menschen aus beliebig vielen Haushalten möglich. Auch in der Öffentlichkeit dürfen sich Gruppen von zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten treffen.

Ab 1. Juli sind unter Auflagen wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern im Freien und 650 Personen in geschlossenen Räumen zulässig.

Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern dürfen seit dem 13. Mai wieder öffnen. Allerdings dürfe pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche höchstens ein Kunde eingelassen werden. Hamburg erlaubt zudem den Betrieb von Autokinos wieder.

Museen können wieder öffnen, Kinos bleiben erstmal zu.

Bis zum 31. Mai dürfen Fahrschulen laut Verordnung weder theoretischen noch praktischen Unterricht anbieten. Dagegen können Friseure und andere Geschäfte seit dem 4. Mai im Zuge der Lockerungsmaßnahmen wieder öffnen.

Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen Gäste empfangen.

Corona-Lockerungen in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein hat das öffentliche Leben zum 18. Mai in vielen Bereichen wieder kräftig angekurbelt. Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze, Fahrschulen dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Das Einreiseverbot für touristische und Freizeitzwecke entfällt ebenso wie das Betretungsverbot für Inseln und Halligen. Restaurants und Bars können öffnen.

Auch die Kinos dürfen wieder öffnen. Gleiches gilt für die Spielhallen. Für beide gelten demnach deutlich reduzierte Besucherzahlen und 1,5 Meter Mindestabstand. Die Betreiber müssen zudem ein Hygienekonzept vorlegen.

Freibäder und Freizeitparks können seit 8. Juni wieder öffnen. Auch Hallenbäder sollen bei Vorlage von Konzepten zu Abstandsgeboten und Hygieneregeln grundsätzlich wieder öffnen dürfen.

Zum 18. Mai wurde die Kita-Auslastung auf etwa 30 Prozent erweitert. Vorschulkinder und solche mit Förderbedarf dürfen wieder in die Kitas, wo es bisher nur Notbetreuungen gibt. Die maximale Gruppengröße steigt von fünf auf zehn Kinder. Seit dem 1. Juni gilt ein eingeschränkter Regelbetrieb.

Von Montag, 22.6., an können in Schleswig-Holstein die Kitas in den vollständigen Regelbetrieb zurückkehren. Alle Kinder dürfen wieder in der regulären Gruppengröße von bis zu 20 Mädchen und Jungen betreut werden. Laut Sozialministerium kann damit die Auslastung von 75 Prozent wieder in Richtung 100 Prozent zunehmen.

Seit 25. Mai beginnt für weitere Jahrgänge wieder die Schule. Das gilt für die Klassen 1 bis 3 an den Grundschulen sowie die Jahrgänge 8, 9 und 10 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien. Seit 8. Juni erhalten alle Grundschüler wieder eine tägliche Beschulung im Klassenverband. Der Regelbetrieb an allen Schulen soll nach den Sommerferien mit dem neuen Schuljahr am 10. August wieder starten.

Zusammenkünfte von bis zu zehn Personen sind sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum wieder zulässig.

Vorträgen, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen sowie Konzerte werden im Außenbereich seit 8. Juni für bis zu 250 Gäste zugelassen und in geschlossenen Räumen für bis zu 100.

Messen, Flohmärkte und Landmärkte dürfen ebenfalls seit dem 8. Juni im Freien mit bis zu 100 Personen gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände stattfinden. Ordnungskräfte des Veranstalters müssen die Einhaltung des Abstandsgebots, der Hygienemaßnahmen und der Zugangskontrollen gewährleisten. Hier soll die maximale Besucherzahl ab dem 29. Juni im Freien auf 250 Personen steigen und in Räumen auf 100 begrenzt werden. Noch gilt: Versammlungen sind verboten, Ausnahmen aber möglich.

Familienfeiern, Empfänge oder Exkursionen, bei denen das Abstandsgebot in der Praxis nur teilweise eingehalten werden kann, werden auch seit dem 8. Juni mit festem und bekanntem Publikum im Außenbereich mit entsprechenden Maßnahmen für bis zu 50 Personen erlaubt.

Fitnessstudios dürfen öffnen und Vereine auch in Räumen trainieren.

Corona-Lockerungen in Niedersachsen

Restaurants, Gaststätten und Cafés dürfen unter strengen Hygieneauflagen seit dem 11. Mai wieder einen Vor-Ort-Verzehr anbieten. Bars dürfen seit 8. Juni öffnen. Ausgenommen sind Shisha-Bars.

Seit dem 22. Juni ist der Aufenthalt in der Öffentlichkeit in Gruppen von bis zu zehn Personen erlaubt. Wenn die Gruppen aus Angehörigen oder aus Mitgliedern von höchstens zwei Haushalten bestehen, dürfen sich jetzt sogar mehr als zehn Menschen treffen. Auch das Picknicken und Grillen im Freien ist wieder erlaubt.

Messen sind für den Publikumsverkehr weiterhin geschlossen. Für private Feiern zum Beispiel in einem Restaurant gelten die Kontaktbestimmungen, wonach lediglich die Mitglieder zweier Haushalte an einem Tisch sitzen dürfen.

Seit 25. Mai soll die bisherige Vorgabe, dass Restaurants maximal die Hälfte der Plätze vergeben dürfen, vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens wegfallen. Die Mindestabstände bleiben bestehen.

Auch Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder an Gäste vermieten. Hotels dürfen seit 8. Juni mit maximal 80 Prozent Auslastung betrieben werden. Die 80-Prozent-Regel könnte Plänen der Landesregierung zufolge zum 22. Juni entfallen.

Im Handel dürfen alle Geschäfte unabhängig von ihrer Größe wieder öffnen. Auch Kosmetikstudios, Massagepraxen und Fahrschulen können ihre Dienste wieder anbieten.

Seit dem 8. Juni können Demos unter freiem Himmel auch ohne Ausnahmegenehmigung stattfinden.

Die Betreuungsmöglichkeiten werden ausgeweitet, allerdings in mehreren Stufen. Bereits vom 11. Mai an durfte die Kindertagespflege in den regulären Betrieb zurückkehren, zuerst über einzelne Tagesmütter und -väter, seit 18. Mai mit Großpflegestellen. Ebenfalls seit dem 18. Mai wird die Betreuungsquote von zuletzt knapp sechs Prozent nach und nach auf bis zu 40 Prozent gesteigert. Die Kitas werden zum 22. Juni wieder für alle Kinder geöffnet.

Nach den Abschlussjahrgängen 4, 9/10 und 13 ging es am 11. Mai auch für die Stufe 12 zurück in die Schule. Eine Woche später folgten die Drittklässler und die Jahrgänge 9/10 ohne Abschlussprüfung. Seit 15. Juni an haben alle Jahrgänge wieder Unterricht.

Gottesdienste sind schon jetzt wieder möglich. Für Demonstrationen sind Ausnahmegenehmigungen drin. Freibäder, Freizeitparks, Indoor-Sportanlagen wie Fitnesscenter dürfen seit 25. Mai unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Hallenbäder sind seit 8. Juni wieder zugänglich.

Museen können wieder öffnen, auch Kinos und Theater dürfen seit dem 22. Juni öffnen. Allerdings müssen die Zuschauer sich an den Mindestabstand halten und, wenn die Vorstellung drinnen stattfindet, einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Zahl der Besucher ist auf höchstens 250 beschränkt - und die Veranstalter müssen, wie man es mittlerweile etwa vom Friseur oder aus dem Restaurant kennt, die Kontaktdaten der Gäste erfassen, um mögliche Infektionsketten später nachverfolgen zu können.

In den Pflegeheimen könne das geplante Einzelbesuchsrecht vorerst noch nicht umgesetzt werden, hieß es. In den meisten Heimen fehlten dafür noch Hygienekonzepte.

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Corona-Lockerungen in Nordrhein-Westfalen

Schrittweise geht es zurück an die Schulen. Die Vorschulkinder dürfen seit 28. Mai wieder in die Kindertagesstätten und die Tagespflege kommen. Seit Ende Mai erhalten alle Schüler tageweise Präsenzunterricht. Alle Grundschüler sollen seit 15. Juni wieder täglich in die Schule gehen. Seit 8. Juni gibt es einen eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kita-Kinder.

Seit dem 11. Mai durften sich Angehörige von zwei Haushalten wieder treffen, seit dem 30. Mai auch wieder Gruppen von bis zu zehn Personen im Freien. In Krankenhäusern, Pflege- und Behinderteneinrichtungen darf seit dem 11. Mai unter strengen Auflagen wieder Besuch empfangen werden. Besuchsregeln für Alten- und Pflegeheime gab es bereits ab dem 10. Mai. Ab sofort ist auch wieder ausdrücklich körperlicher Kontakt wie etwa Umarmungen in Pflegeheimen erlaubt. Auch Café-Besuche außerhalb der Einrichtungen sind wieder möglich. Vom 1. Juli an können Bewohnerinnen und Bewohner zudem wieder Besuch in ihren Zimmern empfangen.

Demonstrationen sind grundsätzlich erlaubt - bei Einhaltung der Abstandsregeln und einer Höchstzahl der Teilnehmer, gerechnet auf die Gesamtfläche.

Unabhängig von ihrer Größe dürfen Geschäfte unter Auflagen zu Abstands- und Hygieneregeln seit 11. Mai wieder öffnen. Für “körpernahe Dienstleistungen” wie Massagestudios, Kosmetik- und Tattoo-Studios werden Infektionsschutzkonzepte noch erarbeitet.

Seit dem 11. Mai dürfen Gaststätten wieder öffnen. Die Erlaubnis gilt für den Innen- und den Außenbereich. Unter anderem müssen die Kontaktdaten eines jeden Besuchers registriert werden. Verboten sind weiterhin Buffets mit offenen Speisen. Bars können ebenfalls ihren Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen.

Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen seit 11. Mai unter Auflagen auch zu touristischen Zwecken wieder genutzt werden. Die Öffnung von Hotels und Pensionen für Touristen mit Wohnsitz in Deutschland sind seit dem 18. Mai erlaubt.

Kongresse und Messen dürfen nur unter Auflagen und immer unter Vorlage eines Infektionsschutzkonzepts durchgeführt werden. An Veranstaltungen im Kultur- oder Bildungsbereich dürfen nun wieder mehr als 100 Personen teilnehmen. Feste wie Jubiläen, Hochzeiten, Taufen, Geburtstage oder Abschlussfeiern mit höchstens 50 Teilnehmern sind unter Auflagen wieder erlaubt. Voraussetzung sind die Beachtung von Hygieneregeln und die Erfassung der Personalien der Gäste.

Freizeitparks, Ausflugsschiffe, Fahrrad- und Bootsverleihe dürfen öffnen.

Museen sind offen. Theater und Kinos dürfen seit dem 30. Mai (unter Auflagen) wieder Vorstellungen geben. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern muss gewährleistet werden. Seit 11. Mai dürfen Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen der Sportvereine unter strengen Auflagen wieder öffnen. Das gilt seit 20. Mai auch für die Freibäder, in den Schwimmbecken gilt Mindestabstand.

Freizeitparks dürfen Besucher hereinlassen. Auch Wellnesseinrichtungen und Saunabetriebe können seit dem 15. Juni unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Dasselbe gilt für Erlebnis- und Spaßbäder.

Schon seit dem 7. Mai erlaubt NRW wieder kontaktlosen Breitensport wie Tennis oder Golf und den Trainingsbetrieb im Freien. Voraussetzung ist die Einhaltung von 1,5 Metern Abstand zwischen den Sportlern. Seit dem 30. Mai dürfen Sportbegeisterte auch in Sparten mit unvermeidbarem Körperkontakt wieder ihren Sport ausüben. Seit dem 15. Juni ist das auch in geschlossenen Räumen für Gruppen mit bis zu zehn Personen wieder erlaubt.

Seit dem 23. Juni gelten die Lockerungen nicht mehr für den Kreis Gütersloh, dort wurde aufgrund eines Ausbruchsgeschehens ein neuer Lockdown verhängt.

Corona-Lockerungen in Hessen

In Hessen sind neben Spielplätzen, Zoos, Gärten und Museen auch Hundesalons sowie Copyshops und Musikschulen wieder geöffnet. Auch Friseure, Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios sowie Massagepraxen dürfen wieder ihre Dienste anbieten.

Restaurants und Bars sind geöffnet, vorgeschrieben ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Gästen. Pensionen, Privatzimmer, Campingplätze und Hotels dürfen ebenfalls ihren Betrieb für den Tourismus wieder aufnehmen. Diskotheken und Tanzklubs bleiben aber vorerst weiter geschlossen. Aber auch Spielhallen, Casinos und Wettbüros dürfen wieder aufmachen.

Die Kontaktbeschränkungen wurden gelockert, seit 11. Juni können sich nun bis zu zehn Menschen treffen. Bislang durften nur Angehörige aus zwei Haushalten zusammen unterwegs sein.

Seit dem 9. Mai besteht zudem die Möglichkeit, familiäre Betreuungsgemeinschaften aus bis zu drei Familien zu bilden. In einem ersten Schritt hat Hessen ab dem 11. Mai die Berechtigungen zur Teilnahme an der Notbetreuung erweitert.

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sollen künftig drei Mal in der Woche besucht werden können. Menschen mit Behinderung, die stationär betreut werden, sollen jeden Tag eine Person empfangen dürfen. Diese Regelungen gelten seit dem 22. Juni und sollen auch am Wochenende möglich sein.

Die Schulen in Hessen kehren nach Ende der Sommerferien Mitte August zum gemeinsamen Präsenzunterricht für alle Kinder und Jugendlichen zurück. Das Abstandsgebot wegen der Corona-Pandemie gelte dann nicht mehr im Unterricht. Die Kindertagesstätten sollen vom 6. Juli an wieder vollständig öffnen.

Veranstaltungen und Demonstrationen sind unter Auflagen erlaubt. Außerdem müssen Veranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmern nicht mehr extra genehmigt und überwacht werden. Voraussetzung bleibt aber ein Hygienekonzept

Bisher untersagter Freizeitsport ist in Hessen seit 9. Mai an eingeschränkt wieder möglich. Er müsse kontaktfrei und mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen ausgeübt werden. Fitnessstudios können wieder öffnen, Vereine wieder in Hallen trainieren.

Museen dürfen wieder öffnen, prinzipiell auch Kinos, wenn sie Hygiene- und Abstandsregeln gewährleisten können.

Und auch Theater, Opern- und Konzerthäuser in Hessen dürfen unter Einhaltung von Auflagen seit dem 9. Mai wieder öffnen. Ausgenommen seien Konzerte und Veranstaltungen, bei denen die erforderlichen Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten.

Auch für große Läden ist wieder Geschäftsbetrieb möglich. Die Verkaufsflächenbegrenzung von 800 Quadratmeter im Einzelhandel besteht seit dem 9. Mai nicht mehr. Stattdessen gilt die Regel: ein Kunde pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Schwimmbäder, Saunen und Badeseen dürfen seit 15. Juni wieder öffnen. Seit dem 1. Juni waren in Schwimmbädern bereits wieder Schwimmkurse und Schwimmtraining von Vereinen möglich gewesen.

RND/dpa/das

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