Neue Atomgespräche: Schweden will USA und Nordkorea einladen

  • Die Atomgespräche zwischen den USA und Nordkorea endeten Anfang Oktober in Stockholm mit unklarem Ausgang.
  • Nun möchte der schwedische Gesandte Kent Härstedt beide Seiten erneut einladen.
  • Er gibt sich “vorsichtig optimistisch”.
Anzeige
Anzeige

Seoul. Nach dem unklaren Ausgang der Atomgespräche der USA mit Nordkorea in Stockholm Anfang Oktober will Schweden beide Seiten zu einem neuen Treffen einladen. Er sei mit Blick auf die Fortsetzung der Gespräche über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas "vorsichtig optimistisch", sagte der schwedische Gesandte Kent Härstedt am Mittwoch in Seoul. "Ich habe das Gefühl, dass beide Seiten das als einmalige Gelegenheit sehen."

Schweden wolle neue Einladungen an die USA und Nordkorea versenden. Es sei aber an diesen beiden Ländern, den Zeitpunkt für neue Treffen festzulegen. Schweden habe bereits zuvor in Stockholm vorgeschlagen, die Gespräche in zwei Wochen fortzusetzen.

Pjöngjang beschuldigte die USA einer feindseligen Politik

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Nordkorea und die USA hatten am 5. Oktober nach monatelanger Funkstille erstmals wieder auf Arbeitsebene verhandelt. Doch zogen beide Parteien eine unterschiedliche Bilanz. Der Unterhändler Pjöngjangs sprach von einem Scheitern, das US-Außenministerium hingegen von guten Gesprächen.

Die kommunistische Regierung in Pjöngjang beschuldigte später die USA einer feindseligen Politik. Nordkorea leidet unter harten Sanktionen der Vereinten Nationen und der USA. Die US-Regierung will die Sanktionen beibehalten, solange das mit dem nordkoreanischen Atomprogramm verbundene Risiko nicht gebannt ist.

Härstedt sprach von einem "komplizierten Prozess". Der Gesprächsausgang in Stockholm habe den Eindruck erzeugt, das Treffen sei abgebrochen worden, sagte der Gesandte in der schwedischen Botschaft in Seoul. "Ich kann sagen, es wurde nicht abgebrochen, es war ein vollständiges Treffen und es dauerte ein bisschen länger als geplant." Beide Seiten hätten aber unterschiedliche Erwartungen gehabt. Schweden habe als neutraler Vermittler mit beiden Seiten einen guten Dialog, sagte Härstedt. "Wir werden versuchen, sie zu überzeugen, in dem Prozess vorwärts zu gehen und den nächsten Schritt zu machen."

RND/dpa