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Neubauten, Sanierung, Digitalisierung: Das fordern Lehrer von der nächsten Regierung

  • Im Wahlkampf ist Bildung stets ein wichtiges Thema, danach gerät es oft wieder stärker in den Hintergrund.
  • Der Deutsche Lehrerverband hat sich das Sondierungspapier von SPD, Grünen und FDP angeschaut – und bemängelt, darin fehle einiges.
  • Lehrerpräsident Heinz-Peter Meidinger fordert unter anderem ein milliardenschweres Schulsanierungsprogramm.
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Berlin. Der Deutsche Lehrerverband kritisiert die bildungspolitischen Pläne im Sondierungspapier von SPD, Grünen und FDP als unzureichend und fordert ein Schulsanierungsprogramm von der nächsten Bundesregierung in Milliardenhöhe.

„Wir vermissen in den Plänen der Ampelparteien ein neues, umfassendes Schulsanierungs- und Neubauprogramm“, sagte der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Der von der Kreditanstalt für Wiederaufbau geschätzte Sanierungsstau im Bildungssektor beträgt nach wie vor über 40 Milliarden – an diesem Bedarf müsste sich ein Sanierungsprogramm über einen längeren Zeitraum orientieren“, fügte Meidinger hinzu. „Auch die Erkenntnisse aus der Corona-Krise – zum Beispiel der Bedarf an zentralen Umluft- und Filteranlagen – müssen bei dem Programm berücksichtigt werden.“

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Darüber hinaus forderte Meidinger, der angekündigte Digitalpakt 2.0 müsse neben der Verbesserung der digitalen Infrastruktur auch die Frage der dauerhaften Finanzierung von technischer Unterstützung etwa durch Systemadministratoren für die Schulen klären. „Dringend notwendig sind auch die Entwicklung von datenschutzsicheren Lernplattformen im Rahmen einer nationalen Bildungscloud und eine Qualitätsoffensive bei der Lehrerfortbildung“, sagte er.

Weitere Forderungen des Lehrerverbands an die nächste Bundesregierung sind eine Fortführung des Aufholprogramms für schwächere Schüler nach Corona und ein Ausbau der politischen Bildung in den Schulen. Dazu könne der Bund über die Bundeszentrale für politische Bildung und unterstützendes Personal einen Beitrag leisten.

„Von den großen Erwartungen, die gerade von FDP und Grünen vor der Bundestagswahl geschürt wurden, es solle einen Bildungsaufbruch geben, ist nicht viel übrig geblieben“, kritisierte Meidinger die bisherigen Pläne der Parteien, die im Ampelsondierungspapier festgehalten sind. „Immerhin hatte die FDP ja im Wahlprogramm angekündigt, einen Mehrwertsteuerpunkt für die Bildung zusätzlich aufwenden zu wollen“, führte der Präsident des Lehrerverbandes aus. Davon sei nun keine Rede mehr.

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