Netanjahu: Eroberung des Gazastreifens nicht ausgeschlossen

  • Laut Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu solle der Militäreinsatz im Gazastreifen eine möglichst lange Ruhephase nach sich ziehen.
  • Aber auch eine Eroberung des Gebiets sei nicht ausgeschlossen.
  • Derzeit solle die maximale Abschreckung der Hamas bewirkt werden.
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Tel Aviv. Ziel der israelischen Angriffe im Gazastreifen ist nach Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eine möglichst lange Zeit der Ruhe danach. Man schließe aber auch eine Eroberung des von der islamistischen Hamas beherrschten Küstenstreifens nicht vollständig aus, sagte Netanjahu am Mittwoch vor rund 70 ausländischen Diplomaten im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

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2:09 min
Israel und militante Palästinenser setzen ihre Kämpfe in der zweiten Woche fort. In Israel wächst der Unmut arabischstämmiger Menschen.  © Reuters

Seit Beginn einer neuen Eskalation vor neun Tagen haben militante Palästinenser im Gazastreifen mehr als 3700 Raketen auf israelische Ortschaften abgefeuert. Israels Luftwaffe beschoss daraufhin nach Militärangaben rund 1000 Ziele im Gazastreifen.

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Ein hochrangiger Armeevertreter sprach am Mittwoch vor Journalisten mit Blick auf den Militäreinsatz von „sehr, sehr wichtigen Erfolgen“, die dazu beitrügen, den Süden des Landes zu stabilisieren. Es werde nun geprüft, ob diese ausreichten. „Wir wissen, dass wir von Zeit zu Zeit kämpfen müssen.“

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Netanjahu: „Versuchen, die Zeit der Ruhe für Israel zu maximieren“

Netanjahu sagte: „Wir versuchen, ihre Fähigkeiten, Terror auszuüben, zu verringern.“ Zuletzt habe man vor sieben Jahren eine Konfrontationen dieser Größenordnung mit der Hamas gehabt. „Wir versuchen, die Zeit der Ruhe für Israel zu maximieren.“

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Gegenüber Hamas habe man nur zwei Optionen: „Man kann sie entweder erobern - das ist immer eine Möglichkeit - oder man kann sie abschrecken.“ Gegenwärtig setze man auf starke Abschreckung, „aber ich muss sagen, wir schließen nichts aus“.

Sollte Hamas sich am Ende als Sieger der Konfrontation sehen, „dann wäre das eine Niederlage für uns alle“, sagte Netanjahu. Er bezog sich auf alle Demokratien, gemäßigte Palästinenser sowie „die arabischen Länder, mit denen wir Frieden geschlossen haben, die eine bessere Zukunft wollen“. Er forderte die Diplomaten zu starker Unterstützung Israels auf.

Nach Angaben des UN-Nothilfebüros (OCHA) in Genf sind im Gazastreifen mehr als ein Dutzend Krankenhäuser und Gesundheitszentren im Konflikt beschädigt worden.

RND/dpa

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