Neonazis ziehen unter Polizeischutz durch Berlin

Auspannen am Tag der Deutschen Einheit? Für etwa 2200 Polizisten ging dieser Traum in Berlin nicht in Erfüllung. Einer der Hauptgründe war ein Demonstrationszug der rechten Szene. Unter den Protestanten waren auch Neonazis.

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Berlin. Begleitet von mehreren hundert Polizisten sind am Donnerstag rund 1000 Anhänger der rechten Initiative „Wir für Deutschland“ durch das Stadtzentrum von Berlin gezogen. Dutzende Gegendemonstranten begleiteten den Zug, an mehreren Orten entlang der Route fanden Protestkundgebungen statt. Die Polizei berichtete am Abend von acht vorübergehenden Festnahmen wegen Körperverletzung, Vermummung und Mitführens unerlaubter Gegenstände.

Unter den Teilnehmern der Demonstration waren auch Neonazis und Angehörige der sogenannten Reichsbürger-Szene sowie Demonstranten mit Motiven der islamfeindlichen „German Defence League“ und der Jugendorganisation der NPD. Bei einer Zwischenkundgebung am Checkpoint Charlie trat auch der frühere AfD-Politiker André Poggenburg auf.

2200 Polizisten im Einsatz

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Hundertschaften der Polizei schirmten die Demonstranten auf dem Weg vom Berliner Hauptbahnhof über die Friedrichstraße zum Alexanderplatz ab. Eine Gegenkundgebung einer „Anwohnerinitiative für Zivilcourage“, zu der auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz aufgerufen hatten, zählte nach Veranstalterangaben rund 1000 Teilnehmer. Die Polizei konnte zunächst keine Zahlen nennen.

Insgesamt waren am Tag der Deutschen Einheit in Berlin etwa 2200 Beamte im Einsatz, unterstützt durch Polizeikräfte aus anderen Bundesländern. Bereits im vergangenen Jahr waren am 3. Oktober mit der Initiative „Wir für Deutschland“ etwa 2000 Rechtspopulisten und eine Reihe von Neonazis durch Berlin gezogen.

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