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Nawalny-Unterstützer planen neue Massenproteste

Polizisten in Schutzkleidung blockieren Demonstranten den Weg bei einem Protest gegen die Inhaftierung des Kremlkritikers Nawalny im Januar in Moskau. Nawalnys Unterstützer wollen nun erneut Massendemonstrationen organisieren.

Moskau. Das Team des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny plant in naher Zukunft neue Massenproteste in ganz Russland. „Unsere nächste Aufgabe ist ein gesamtrussischer Protest in diesem Frühjahr“, hieß es am Dienstag in Nawalnys Telegram-Kanal.

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Das genaue Datum soll demnach erst dann bekanntgegeben werden, wenn mindestens 500.000 Menschen bereit sind, sich den Demonstrationen anzuschließen. Gezählt werden soll das auf einer eigens eingerichteten interaktiven Karte, auf der sich Menschen zur Teilnahme an einer solchen Straßenaktion bereit erklären können. Wenige Stunden nach dem Start der Karte gab es dort Zehntausende Registrierungen.

Die Organisatoren fordern nicht nur die Freilassung Nawalnys, sondern auch ein Russland ohne Präsident Wladimir Putin. Die Mitstreiter des Oppositionellen kündigten die geplante Aktion als den größten Protest in der jüngeren russischen Geschichte an. Einige Experten bezweifeln hingegen, dass die Demonstrationen noch einmal ein ähnliches Potenzial wie Anfang des Jahres entfalten können. Ausgelöst durch die Festnahme Nawalnys waren damals Zehntausende Menschen im ganzen Land auf die Straßen gegangen.

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Der 44-Jährige war Anfang Februar zu mehreren Jahren Straflager verurteilt worden. Aus Sicht der russischen Justiz soll er gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren verstoßen haben, während er sich in Deutschland von einem Giftanschlag erholte. International war das Urteil teils heftig kritisiert worden und gilt als politisch motiviert. Die EU und die USA haben Nawalnys Freilassung gefordert und Sanktionen gegen Russland verhängt.

Nawalny meldet sich auf Instagram: Das Straflager sei wie ein KZ

Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat in einer Instagram Nachricht aus dem Straflager berichtet.

Im Zusammenhang mit den nicht genehmigten Protesten für Nawalnys Freilassung waren mehrere Unterstützer zu Hausarrest verurteilt worden, der erst kürzlich bis Ende Juni verlängert wurde.

RND/dpa

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