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Fall Nawalny: Nato fordert von Russland grünes Licht für internationale Ermittlung

  • Die Nato-Botschafter der Mitgliedstaaten und Generalsekretär Jens Stoltenberg haben sich am Freitag kurzfristig getroffen.
  • Sie wollten über mögliche Reaktionen auf den Fall des vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny beraten.
  • Nun ist klar: Sie fordern von Russland internationale Ermittlungen.
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Brüssel. Die Nato fordert von Russland die Zustimmung zu internationalen Ermittlungen zur Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny. “Die russische Regierung muss im Rahmen einer unparteiischen internationalen Untersuchung uneingeschränkt mit der Organisation für das Verbot chemischer Waffen zusammenarbeiten”, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag nach Beratungen mit den Nato-Botschaftern der Mitgliedstaaten. “Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gebracht werden.”

Die Tat sei nicht nur ein Angriff auf einen Einzelnen, sondern auch ein schwerer Verstoß gegen das Völkerrecht, der eine internationale Reaktion erfordere, sagte Stoltenberg weiter. Er verwies auch darauf, dass in Russland nicht zum ersten Mal ein "Regimekritiker" angegriffen wurde. Manche seien sogar getötet worden, sagte Stoltenberg.

Bundesregierung: Vergiftung zweifelsfrei erwiesen

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Die Bundesregierung hatte am Mittwoch nach Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr mitgeteilt, dass sie es als zweifelsfrei erwiesen ansieht, dass Nawalny mit dem militärischen Nervengift Nowitschok vergiftet wurde.

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Der Oppositionspolitiker war am 20. August auf einem Flug in Russland plötzlich ins Koma gefallen und später auf Drängen seiner Familie in die Berliner Charité verlegt worden. Nach Angaben der Charité ist sein Gesundheitszustand weiter ernst.

RND/dpa

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