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  • Nawalny auf Flug nach Moskau: Russische Behörden verschärfen Sicherheitsvorkehrungen

Nawalny aus Berlin abgeflogen - Sicherheitsvorkehrungen in Moskau verschärft

  • Fünf Monate nach dem Beginn seiner Behandlung in Deutschland ist der Kremlkritiker Alexej Nawalny am Nachmittag aus Berlin in Richtung Russland abgeflogen.
  • Schon Stunden vor seiner Abreise haben die russischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen in Moskau verschärft.
  • Anhänger von Nawalny berichten von „präventiven Festnahmen“.
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Moskau. Fünf Monate nach seiner Vergiftung hat der Kremlkritiker Alexej Nawalny seine Heimreise von Deutschland nach Russland angetreten. Das Flugzeug der russischen Gesellschaft Pobeda hob am Nachmittag vom Berliner Flughafen BER ab.

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Kremlgegner Nawalny aus Berlin abgeflogen
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Monatelang erholte sich der Kremlkritiker in Deutschland von einem Giftanschlag. Nun zog es Alexej Nawalny wieder zurück in sein Heimatland.  © dpa

Die Maschine mit der Nummer DP 936 sollte um 17.20 Uhr MEZ (19.20 Uhr Ortszeit) am Moskauer Flughafen Wnukowo landen. Der 44-Jährige wird unter anderem von seiner Ehefrau Julia Nawalnaja und seinen Mitarbeitern begleitet, wie auf einen Foto in den sozialen Netzwerken zu sehen war.

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Schon Stunden vor der Abreise haben Russlands Behörden das Sicherheitsaufgebot auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo verschärft. Zahlreiche Anhänger des Oppositionsführers berichteten von „präventiven Festnahmen“. In sozialen Netzwerken war zu sehen, wie Kräfte der Anti-Terror-Polizei Omon schon am Vorabend am Flughafen mit Gefangenentransportern Stellung bezogen.

Nawalny droht Festnahme

Die Behörden hatten zuvor vor unerlaubten Demonstrationen gewarnt und mit Konsequenzen gedroht. Der prominenteste Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin hatte seine Anhänger aufgerufen, ihn in Moskau zu treffen. Ihm droht ebenfalls die Festnahme, weil er in einem früheren Strafverfahren gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben soll.

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Kremlgegner Nawalny: "Ich kehre nach Moskau zurück"
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Lange war offen, wann der vergiftete Kremlgegner Nawalny in seine Heimat zurückkehrt.  © dpa

In St. Petersburg berichtete die Leiterin von Nawalnys dortigem Stab, Irina Fatjanowa, dass sie und zwei weitere Aktivisten aus einem Zug nach Moskau abgeführt und ohne Angabe von Gründen drei Stunden bei der Polizei in Gewahrsam gewesen seien. Andere Aktivisten sagten, sie seien auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg festgehalten oder in Fahrzeugen auf der Straße gestoppt worden.

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Journalisten beklagen fehlenden Zugang zum Flughafen

Viele Journalisten beklagten, dass die Flughafenleitung in Wnukowo den Zugang zum Airport wegen der Corona-Pandemie untersagt und keine Arbeitserlaubnis erteilt habe. Der kremlkritische Internet-Kanal Doschd berichtete von breiten Absperrungen. Nach Angaben des Senders wird Nawalny aber im Flugzeug von Reportern und Aktivisten begleitet.

Der Nawalny-Anhänger Maxim Predtetschenski sagte Doschd, dass er ein Ticket gekauft habe, weil er Nawalny in seinem Kampf für die Freiheit in Russland unterstütze. Der Flug könne ein „historisches Ereignis“ werden. Er bewundere Nawalnys Mut. „Er setzt sich dafür ein, dass das Recht der Russen auf freie Meinungsäußerung geschützt wird.“

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Auf Nawalny war am 20. August in der sibirischen Stadt Tomsk ein Attentat mit dem Kampfstoff Nowitschok verübt worden. Der Kremlgegner gibt Putin und den Inlandsgeheimdienst FSB die Schuld an dem Mordanschlag. Der Kremlchef weist die Vorwürfe zurück.

RND/dpa

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