Nato unterzeichnet Milliardenvertrag für Awacs-Aufklärer

  • Eine Milliarde US-Dollar investiert die Nato in ihre Awacs-Aufklärungsflugzeuge, die in Deutschland stationiert sind.
  • Die Awacs sollen nun unter anderem neue Kommunikations- und Netzwerkfähigkeiten bekommen.
  • Ein Nachfolgesystem soll es erst 2035 geben.
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Steenokkerzeel. Die Nato steckt eine Milliarde US-Dollar (rund 910 Millionen Euro) in die Modernisierung ihrer in Deutschland stationierten Awacs-Aufklärungsflugzeuge. So könnten die 14 Maschinen vom Typ Boeing 707 noch bis 2035 bei Einsätzen genutzt werden, erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einer Zeremonie zur Unterzeichnung des Modernisierungsvertrags. Im Jahr 2035 wird nach derzeitigen Planungen ein Nachfolgesystem zur Verfügung stehen.

Die Awacs sind mit ihrem pilzförmigen Radaraufbau in der Lage, andere Luftfahrzeuge in mehr als 400 Kilometern Entfernung zu orten und zu identifizieren. Die Informationen können die Flieger an alle anderen im Luftraum weitergeben, die technisch entsprechend ausgerüstet sind. Damit können sie auch als fliegende Gefechtsleitstände eingesetzt werden. Im Zuge der Modernisierung sollen die Awacs nun unter anderem neue Kommunikations- und Netzwerkfähigkeiten bekommen, zum Beispiel für einen schnelleren und sicheren Datenaustausch mit Bodensystemen.

Awacs-Aufklärer im Kampf gegen IS genutzt

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Genutzt wurden die Awacs zuletzt unter anderem zur Unterstützung des Kampfes gegen die Terrormiliz Islamischer Staat sowie für Einsätze in Afghanistan und in Osteuropa. Haupteinsatzbasis der Awacs (Airborne Warning and Control System) ist der Nato-Flugplatz Geilenkirchen bei Aachen.

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Zu der Zeremonie auf einem belgischen Militärflugplatz in Steenokkerzeel bei Brüssel war auch der Präsident von Boeing International, Michael Arthur, gereist. Der US-Flugzeugbauer ist der Hauptauftragnehmer für die Modernisierung.

RND/dpa

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