NATO: Trittin fordert Rücktritt Stoltenbergs

  • Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat den Rücktritt des Nato-Generalsekretärs Jens Stoltenberg gefordert.
  • Stoltenberg hatte die Türkei zuvor nicht zur Beendigung der Militär-Operation in Syrien aufgefordert.
  • Deshalb sei Stoltenberg nicht mehr tragbar, sagte Trittin.
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Berlin. Der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin hat den Rücktritt von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wegen seiner Haltung zur türkischen Syrien-Offensive gefordert. Ein Nato-Generalsekretär, der in dieser Situation nicht das Ende der Militär-Operation fordere, sei nicht mehr tragbar, erklärte Trittin am Montag. Er bezeichnete Stoltenberg als "Totalausfall". "Statt klarer Worte beschönigt er das Vorgehen der Türkei und ruft zur Verhältnismäßigkeit auf."

Stoltenberg warnte vor Isolation der Türkei

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Stoltenberg hatte am Montag vor Parlamentariern der Nato-Mitgliedstaaten in London die Türkei zwar zur Zurückhaltung bei der Offensive gegen die kurdische YPG-Miliz aufgerufen. Er verzichtete aber darauf, den Rückzug des Nato-Partners aus Syrien zu fordern. Stattdessen warnte Stoltenberg davor, die Türkei vollständig zu isolieren. "Die Türkei ist wichtig für die Nato", sagte er. Als ein Beispiel nannte er den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Verbündete hätten dabei in der Vergangenheit Militärstützpunkte und Infrastruktur in der Türkei nutzen können.

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Der aktuelle Konflikt drohe, die für den Kampf gegen den IS notwendige Einigkeit zu gefährden, warnte Stoltenberg. Der IS kontrolliere zwar keine großen Gebiete mehr, sei aber immer noch existent und könne zurückkommen.

RND/dpa

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