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Nato: Russische Truppenpräsenz an Grenze der Ukraine weiter hoch

  • Nach dem großen Aufmarsch russischer Truppen an der Grenze zur Ostukraine sowie auf der Krim hatte das Land angekündigt, die Soldaten wieder abzuziehen.
  • Nach Einschätzung der Nato ist die Präsenz russischen Militärs aber weiter hoch.
  • Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht darin Provokationen.
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Brüssel. Die russische Truppenpräsenz entlang der Grenze zur Ukraine ist nach Einschätzung der Nato noch immer signifikant hoch.

„Wir haben eine gewisse Reduzierung der Zahl der russischen Truppen erlebt, aber Zehntausende bleiben, und wir sehen auch, dass Russland viele Waffen und Ausrüstung dagelassen hat“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag am Rande von Gesprächen mit den Verteidigungsministern der EU-Staaten in Brüssel.

Insgesamt gebe es „heute viel mehr russische Truppen in und um die Ukraine als vor dem jüngsten Anstieg der Spannungen“.

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Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte, sie habe den festen Eindruck, dass es eine Strategie der russischen Seite sei, „immer wieder zu versuchen, zu provozieren“.

„Scheinentspannung“

Die Ukraine, aber auch die Nato und Europa seien gut beraten, sich auf dieses Spiel nicht einzulassen. Ob es sich bei den jüngsten Entwicklungen um eine „Scheinentspannung“ handele oder ob von Seiten Russlands wieder eskaliert werde, werde man in den nächsten Wochen sehen.

Sorge vor Eskalation des Konflikts

Nach einem großen russischen Truppenaufmarsch entlang der Grenze zur Ukraine hatte es zuletzt international die Sorge gegeben, dass der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine erneut eskalieren könnte.

Der Konflikt hat dazu geführt, dass seit knapp sieben Jahren Teile der ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk entlang der russischen Grenze von moskautreuen Separatisten kontrolliert werden.

Russland hatte sich 2014 zudem die Schwarzmeerhalbinsel Krim mit ihren mehr als zwei Millionen Einwohnern einverleibt.

Den jüngsten Truppenaufmarsch erklärte die Regierung in Moskau mit Militärmanövern. Vor rund zwei Wochen war angekündigt worden, dass beteiligte Soldaten wieder in ihre angestammten Militärbasen zurückkehren würden.

RND/dpa

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