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Bolsonaro in Corona-Quarantäne von Nandu gebissen – politische Gegner feiern Vogel

Die Ruhe vor dem Biss? Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro am Montag mit drei der Nandus, die auf dem Komplex des Präsidentenpalastes leben.

Brasilia. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat in der Corona-Krise auch mit Widerständen aus dem eigenen Lager zu kämpfen. Er hat in der Pandemie bereits zwei Gesundheitsminister verloren – einen feuerte er im April, der andere reichte im Mai nach weniger als einem Monat im Amt seinen Rücktritt ein. Der Staatschef, der sich in den vergangenen Monaten geradezu demonstrativ nicht an Corona-Vorsichtsmaßnahmen hielt, wurde in der vergangenen Woche positiv auf das Coronavirus getestet (so wie mehr als 1,9 Millionen weitere Brasilianer, die weltweit zweithöchste Infektionszahl nach den USA). In der Quarantäne in seinem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Brasilia offenbarte sich nun ein weiterer Gegenspieler Bolsonaros: ein Nandu.

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Mehrere der südamerikanischen Laufvögel leben auf dem Gelände des Palastes. Die Fütterung der Tiere sei ein Zeitvertreib des Präsidenten, der sich in der Quarantäne furchtbar langweile, berichtet der “Guardian” unter Berufung auf lokale Medien. Einer der straußenähnlichen Vögel setzte sich am Montag jedoch gegen Bolsonaro zur Wehr und biss die Hand die ihn fütterte, wie “Metrópoles” berichtet. Wie es der Hand des Präsidenten geht – und ob den Nandu nun ein ähnliches Schicksal wie den früheren brasilianischen Gesundheitsminister erwartet – geht aus dem Bericht nicht hervor.

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Mehrere politische Gegner Bolsonaros befürworteten den tätlichen Angriff auf den Präsidenten in den sozialen Medien. Die kommunistische Abgeordnete Jandira Feghali veröffentlichte auf Facebook den Screenshot eines Artikels über die Vogelattacke und überschrieb ihn mit “100 Prozent Nandu”, wie der “Guardian” berichtet. Margarida Salomão, Abgeordnete der brasilianischen Arbeiterpartei twitterte: “Dieser Nandu repräsentiert uns.”

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Andere Twitter-Nutzer feierten den bissigen Vogel als antifaschistischen Helden, auch ein Video, dass einen Nandu in Stöckelschuhen in Szene setzt, wurde dort am Dienstag veröffentlicht.

Präsident Bolsonaro hat die Gefahren des Coronavirus seit Beginn der Pandemie immer wieder heruntergespielt. Nun da er selbst infiziert ist, zelebriert er vor laufender Kamera die Einnahme des Malariamedikaments Hydroxychloroquin, dessen Wirkung gegen Covid-19 nicht bewiesen ist. Laut Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität sind in Brasilien bereits mehr als 74.000 Menschen am neuartigen Coronavirus gestorben.

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