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Gutachten zur Umsetzung der Klimaschutzziele: 48 Milliarden Euro für größeres ÖPNV-Angebot nötig

  • Bis zum Jahr 2030 benötigen Nahverkehrsunternehmen laut eines Gutachtens etwa 48 Milliarden Euro zusätzlich.
  • Nur dann können sie die EU-Klimaziele erreichen.
  • Mit dem Geld müsste ein breiteres ÖPNV-Angebot mit mehr Personal und Fahrzeugen finanziert werden, so ein Sprecher vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen.
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Berlin. Nahverkehrsunternehmen in Deutschland benötigen nach einem Gutachten bis zum Jahr 2030 etwa 48 Milliarden Euro zusätzlich, um die EU-Klimaziele zu erreichen. Dieses Geld sei nötig, „um deutlich mehr ÖPNV-Angebot, unter anderem mehr Personal, Fahrzeuge und neue Konzepte, bundesweit zu finanzieren“, sagte Lars Wagner, Sprecher vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Freitag.

Die Zahlen gehen aus einem Gutachten hervor, das Anfang kommender Woche veröffentlicht werden soll. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

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Um die von der Bundesregierung vorgegebene Senkung des CO2-Ausstoßes zu schaffen, müsse dem Papier zufolge das Angebot an Bus- und Bahnverkehren in den Städten und auf dem Land um ein Viertel ausgebaut werden, heißt es laut der Nachrichtenagentur dpa. Dadurch stiegen die Kosten bis zum Ende des Jahrzehnts um 89 Prozent gegenüber 2018.

Die zusätzlich erwarteten Fahrgeldeinnahmen könnten das benötigte Geld nur etwa zur Hälfte kompensieren. Daher könnten den Gutachtern zufolge Bundes- und Landesmittel erhöht werden. Außerdem könnte im kommunalen Bereich zusätzliches Geld mithilfe von Parkraumbewirtschaftung oder einer City-Maut eingenommen werden.

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„Gesamtsystem ÖPNV massiv ausbauen”

„Um das EU-Klimaschutzziel von minus 53 Prozent CO2 für Deutschland zu erreichen und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Städten und auf dem Land zu gewährleisten, muss das Gesamtsystem des ÖPNV massiv und schnell überall ausgebaut werden“, sagte Wagner.

Dabei müsse der ländliche Raum besonders in den Blick genommen werden: „Wenn es dort insgesamt mehr Angebot gibt, würden die Menschen auch dort eher mal das Auto stehen lassen.“

RND/dpa

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