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Nahostkonflikt: Macron spricht sich für Vermittlung durch Ägypten aus

  • Diplomaten mehrerer Staaten wollen im Konflikt zwischen Israel und Palästina vermitteln.
  • Der französische Präsident Macron ist für eine tragende Rolle Ägyptens.
  • Außenminister Heiko Maas will prüfen, wie die EU-Staaten sich einbringen könnten.
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Paris. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron unterstützt die Vermittlung Ägyptens in dem eskalierenden Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen. Es solle nun auch der jordanische König Abdullah II. eingebunden werden, kündigte Macron am Montag in Paris nach einem Treffen mit seinem ägyptischen Kollegen Abdel Fattah al-Sisi an.

Die Vermittlung könne Vertrauen wiederherstellen und eine mögliche Waffenruhe begleiten, sagte der 43-Jährige. Der Staatschef aus Kairo wird am Dienstag beim Pariser Gipfeltreffen zur wirtschaftlichen Unterstützung Afrikas erwartet.

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Auch Außenminister Maas unterstützt Ägyptens Vermittlung

Bundesaußenminister Heiko Maas sagte in der französischen Hauptstadt am Rande einer Hilfskonferenz für den Sudan, Ägypten habe bereits in der Vergangenheit als Mittler zwischen der islamistischen Hamas und Israel Verantwortung übernommen. Es gehe darum, die Waffen so rasch wie möglich zum Schweigen zu bringen.

Es gebe in den 27 EU-Staaten mit Blick auf den Nahost-Konflikt sehr unterschiedliche Haltungen, sagte Maas. „Daran wollen wir jetzt arbeiten.“ Europa müsse sich entscheiden, welche Rolle es spielen wolle. Er halte es für möglich, dass es Europa gelingen könne, sich dort einzubringen. Die Außenminister der EU-Länder wolle sich am Dienstag zu einer außerordentlichen Videokonferenz treffen.

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Mit Blick auf die Zerstörung von Büros von Medien im Gazastreifen sagte Macron, er erwarte von Israel Informationen über das Ziel und die Umstände des Militärschlages. Er werde das Thema auch gegenüber dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu ansprechen.

Die Kampfhandlungen im Konfliktgebiet gingen unterdessen unvermindert weiter. Israelisches Militär beschoss das Tunnelsystem der Hamas im Gazastreifen. Militante Palästinenser setzten ihren Raketenbeschuss auf Israel fort.

RND/dpa

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