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  • Nahostkonflikt: 40 Millionen Euro aus Deutschland für humanitäre Hilfe im Gazastreifen

Deutschland unterstützt humanitäre Hilfe im Gazastreifen mit rund 40 Millionen Euro

  • Vor etwas mehr als einer Woche ist der Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina eskaliert.
  • Um für eine bessere humanitäre Versorgung in Gaza zu sorgen, stellt die Bundesregierung nun Hilfsgelder in Millionenhöhe zur Verfügung.
  • Auch auf EU-Ebene will sich Außenminister Heiko Maas für eine bessere Unterstützung einsetzen.
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Brüssel. Deutschland stellt für humanitäre Hilfe im Gazastreifen rund 40 Millionen Euro zur Verfügung. Das kündigte Bundesaußenminister Heiko Maas am Dienstag am Rande einer EU-Videokonferenz zur jüngsten Eskalation des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern an.

Es sei gut, dass Israel heute den seit einer Woche geschlossenen Grenzübergang für den humanitären Warenverkehr nach Gaza geöffnet habe, sagte der SPD-Politiker. Auch auf EU-Ebene wolle er sich für eine bessere humanitäre Versorgung in Gaza einsetzen.

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Gewalt in Nahost: Israel meldet Raketenbeschuss aus dem Libanon
1:31 min
Das israelische Militär und die UN-Friedensmission teilten mit, dass aus dem Libanon Raketen in Richtung Israel geflogen seien. Sie konnten abgewehrt werden.  © Reuters
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In der Diskussion um eine mögliche Rolle der EU in den Vermittlungsbemühungen zur Beendigung des Konflikts sprach sich Maas für ein gemeinsames Engagement mit anderen Akteuren aus. „Ein Baustein, wie sich die EU einbringen kann, ist das Nahost-Quartett, welches nun wieder aktiv ist“, sagte er mit Blick auf die Gruppe aus den USA, Russland, den Vereinten Nationen und der EU.

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Maas: „Bewusst eine Situation eskaliert“

Von der islamistischen Hamas forderte Maas erneut ein Ende der Gewalt. „Die Hamas hat mit ihrem Raketenterror bewusst eine Situation eskaliert, die schon zuvor höchst angespannt gewesen ist - und das mit schrecklichen Folgen für Israelis und auch für die eigene Zivilbevölkerung in Gaza“, sagte er. „Die Waffen müssen jetzt endlich schweigen.“

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Seit der neuen Eskalation des Konflikts vor rund einer Woche haben militante Palästinenser bereits mehr als 3300 Raketen auf Israel abgefeuert. Zwölf Menschen wurden bislang in Israel in Folge von Beschuss getötet.

Israels Luftwaffe reagierte mit massiven Luftangriffen auf Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Dort wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits 213 Menschen getötet.

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Maas fordert Ende der Kämpfe in Nahost
1:43 min
Um für eine bessere humanitäre Versorgung in Gaza zu sorgen, stellt die Bundesregierung nun Hilfsgelder in Millionenhöhe zur Verfügung.  © Reuters

Ägypten sagt 500 Millionen Dollar zu

Die ägyptische Regierung hat indes 500 Millionen Dollar (rund 411 Millionen Euro) für den Wiederaufbau des Gazastreifens nach Ende des aktuellen Konflikts mit Israel zugesagt. Ägyptische Firmen würden an den Arbeiten im Palästinensergebiet beteiligt sein, teilte das Präsidialamt am Dienstag über Facebook mit.

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Ägypten ist wie schon bei vergangenen Konflikten zwischen Israel und den Palästinensern auch federführend an den Vermittlungen über eine Waffenruhe beteiligt. Über den Grenzübergang Rafah gelangten mehr als 20 Lkw mit Hilfsgütern in den Gazastreifen. Auch Verwundete werden in Ägypten in Krankenhäusern behandelt.

RND/dpa

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