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UN-Sicherheitsrat fordert schnelle Hilfe für Gaza - Israel droht Hamas

  • Der UN-Sicherheitsrat hat den Waffenstillstand zwischen Israel und Palästina begrüßt.
  • Nötig sei jetzt schnelle humanitäre Hilfe für die palästinensische Zivilbevölkerung.
  • Der Sicherheitsrat konnte sich erst jetzt auf eine gemeinsame Stellungnahme einigen – die USA hatten das zuvor blockiert.
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New York/Kairo. Der UN-Sicherheitsrat hat den Waffenstillstand zwischen Israel und der im Gazastreifen regierenden Hamas begrüßt. Es gelte nun, dass sich beide Seiten voll und ganz an die Beendigung der Feindseligkeiten hielten, hieß es in einer Erklärung des mächtigsten UN-Gremiums vom Samstag, die von allen 15 Ratsmitgliedern gebilligt wurde.

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Der Sicherheitsrat betrauere zudem „den Verlust von zivilen Leben, der aus der Gewalt resultiert“ sei. Nötig sei eine sofortige humanitäre Hilfe für die palästinensische Zivilbevölkerung, vor allem im Gazastreifen.

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Es sei dringend geboten, die Ruhe in Nahost wiederherzustellen, hieß es weiter. Der Sicherheitsrat betonte zudem „die Notwendigkeit, einen umfassenden Frieden zu erzielen, der auf der Vision einer Region beruht, wo zwei demokratische Staaten, Israel und Palästina, Seite an Seite in Frieden mit sicheren und anerkannten Grenzen leben.“

Forderungen nach einem robusten Hilfspaket

Die Ratsmitglieder stellten sich überdies hinter dem Appell von UN-Generalsekretär António Guterres an die Weltgemeinschaft, mit den Vereinten Nationen ein „robustes Hilfspakets für einen raschen, nachhaltigen Wiederaufbau“ auszuarbeiten.

Seit Beginn der Eskalation zwischen Israelis und militanten Palästinensern hatte sich der UN-Sicherheitsrat mehrfach mit dem Konflikt beschäftigt. Das mächtigste UN-Gremium konnte sich aber zunächst nicht auf eine gemeinsame Stellungnahme einigen.

Die USA, der engste Verbündete Israels, hatte im Vorfeld vier Entwürfe für eine Erklärung des Sicherheitsrats blockiert, in denen zu einem Waffenstillstand aufgerufen wurde. Grund sei, dass sie Bemühungen der Regierung von US-Präsident Joe Biden um ein Ende der Kämpfe beeinträchtigen könnten, erklärte Washington.

Israel will auf jeden Angriff der Hamas deutlich härter reagieren als zuvor

In der Nacht auf Freitag war im Gaza-Konflikt eine Waffenruhe in Kraft getreten. Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas hatten sich unter Vermittlung Ägyptens darauf nach einem elftägigen Schlagabtausch verständigt.

Israel hat jedoch die Sorge, Hilfslieferungen in den blockierten Küstenstreifen könnten wie nach dem letzten Gaza-Krieg 2014 für eine Aufrüstung der Hamas missbraucht werden. Israelische Minister bekräftigten, Israel werde künftig auf jeden Angriff aus dem Palästinensergebiet deutlich härter reagieren als zuvor.

Finanzminister Israel Katz sagte am Sonntag: „Für jeden Angriff auf den Süden muss es gezielte Tötungen von Hamas-Führern geben und Feuer auf Hamas-Ziele.“ Jihia al-Sinwar, Hamas-Chef im Gazastreifen, werde für jeglichen Angriff „mit seinem Kopf bezahlen“.

RND/AP/dpa

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