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  • Nahost-Konflikt: EU-Außenbeauftragter Borell ruft Israel zu Augenmaß auf

EU-Außenbeauftragter ruft Israel zu Augenmaß auf: Gewalt so weit es geht vermeiden

  • Der EU-Außenbeauftragte Josep Borell ruft Israel dazu auf, sich bei den Reaktionen auf die Angriffe aus dem Gazastreifen zurückzuhalten.
  • Er verurteilt die willkürlichen Angriffe der Hamas.
  • Dennoch müsse Israel mit Augenmaß reagieren, mit so wenig Gewalt wir möglich.
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Brüssel. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat von Israel Augenmaß bei der Reaktion auf die Angriffe aus dem Gazastreifen gefordert. „Das willkürliche Abfeuern von Raketen der Hamas und anderer Gruppen gegen israelische Zivilisten ist inakzeptabel“, teilte er am Mittwoch mit.

Zugleich müsse die Reaktion darauf „verhältnismäßig und mit größtmöglicher Zurückhaltung bei der Anwendung von Gewalt erfolgen“.

„Die EU ist bestürzt über die zahlreichen toten Zivilisten und Verletzten, darunter auch Kinder“, erklärte Borrell. Alle Anstrengungen sollten nun darauf gerichtet werden, weitere zivile Opfer zu vermeiden und Deeskalation zu unterstützen.

Die EU fordere ein sofortiges Ende der anhaltenden Gewalt. Es müsse alles getan werden, um einen breiteren Konflikt zu verhindern.

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Europäer im Sicherheitsrat fordern Ende der Gewalt in Nahost

Auch mehrere europäische Länder des UN-Sicherheitsrats haben ein Ende der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern gefordert. „Wir fordern alle Akteure dringend auf, Spannungen abzubauen, Gewalt zu beenden und äußerste Zurückhaltung zu zeigen“, sagte der estnische UN-Botschafter Sven Jürgenson in einer Stellungnahme Estlands, Frankreichs, Irlands und Norwegens am Mittwoch nach einer Dringlichkeitssitzung des mächtigsten UN-Gremiums in New York.

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Die Länder verurteilten dabei die Raketenangriffe auf israelische Gebiete aus dem Gazastreifen sowie Israels Luftangriffe dort.

Palästinensische Angriffe gegen die Zivilbevölkerung in Israel seien „besorgniserregend und inakzeptabel“. Trotz seines Rechts auf Selbstverteidigung müsse Israel aber maximale Zurückhaltung üben und das Völkerrecht beachten.

Dies gelte auch für die Situation in Ost-Jerusalem: „Wir fordern Israel auf, die Siedlungsaktivitäten, Zerstörungen und Vertreibungen, auch in Ost-Jerusalem, im Einklang mit seinen Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht einzustellen“, hieß es.

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Israel: Tel Aviv unter Raketenbeschuss
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Die schwersten Gefechte zwischen Israel und den Palästinensern seit 2019 hatten am Montag begonnen.  © Reuters

Zuvor war die Dringlichkeitssitzung des 15-köpfigen Sicherheitsrates wegen einer Blockade der USA ohne eine gemeinsame Stellungnahme zuende gegangen. Die Vereinigten Staaten sind der engste Verbündete Israels.

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hat sich in den vergangenen Tagen wieder zugespitzt. Militante Palästinenser feuerten nach Angaben der israelischen Armee bisher mehr als 1000 Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel ab. Israels Luftwaffe habe ihrerseits Hunderte Ziele in dem abgeschotteten Küstengebiet attackiert. Auf beiden Seiten gab es Todesopfer.

RND/dpa

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