Nach Wahldebakel: FPÖ erwägt Strache-Rauswurf

  • Die FPÖ ist bei der Wahl in Österreich um knapp zehn Prozent abgestürzt.
  • Das dürfte erheblich mit dem Ibiza-Video und der Spesenaffäre zusammenhängen.
  • Im Mittelpunkt steht dabei Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache, dessen Rauswurf die FPÖ nun ernsthaft zum Thema machen will.
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Wien. Zwei Tage nach der Wahl in Österreich will die FPÖ am Dienstag (15.00) über die Konsequenzen aus der verheerenden Wahlniederlage beraten. Dabei wollen die Rechtspopulisten auch darüber entscheiden, ob Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache nach den Skandalen der vergangenen Monate aus der Partei ausgeschlossen wird.

Das Ibiza-Video mit Strache in der Hauptrolle hatte im Mai den Bruch der ÖVP-FPÖ-Koalition herbeigeführt. Eine Woche vor der Wahl geriet die Partei zudem in eine Spesenaffäre. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen Strache wegen des Verdachts der Untreue. Er soll private Rechnungen über die Partei abgerechnet haben. Der ehemalige Parteichef bestreitet das.

Für den Fall eines nachgewiesenen Fehlverhaltens kündigte der neue Parteivorsitzende Norbert Hofer dessen Parteiausschluss an. Auch weitere FPÖ-Politiker erklärten, dass in diesem Fall Strache keinen Platz mehr in der Partei habe. Die FPÖ war bei der Parlamentswahl am Sonntag von 26 auf 16,1 Prozent abgestürzt. Danach erklärte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, man interpretiere das Ergebnis nicht als Auftrag, in Regierungsverhandlungen einzutreten.

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