• Startseite
  • Politik
  • Nach Video-Gipfel mit Putin: Biden besprach sich mit Merkel und Verbündeten

Nach Video-Gipfel mit Putin: Biden besprach sich mit Merkel und Verbündeten

  • Ohne Ergebnisse ist der Videogipfel des US-Präsidenten Joe Biden mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin geblieben.
  • Im Anschluss besprach sich Biden mit seinen Verbündeten – auch mit der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
  • Dabei wurde die Unterstützung „für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine“ unterstrichen.
Anzeige
Anzeige

Washington/Moskau. Nach dem ergebnislosen Videogipfel mit Russlands Präsident Wladimir Putin zum Ukraine-Konflikt hat sich US-Präsident Joe Biden mit der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel und weiteren Verbündeten besprochen. In einer Telefonkonferenz am Dienstagabend unterstrichen die Staats- und Regierungschefs „ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine“, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Zuschaltet waren auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsident Mario Draghi und der britische Premierminister Boris Johnson. Alle Teilnehmer betonten im Anschluss, „dass Russland Spannungen abbauen und eine diplomatische Lösung suchen müsse, unter anderem im Rahmen des Normandie-Formats zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen“.

Video
Ukraine-Konflikt: Biden warnt Putin vor militärischen Maßnahmen
1:43 min
Im Fall einer Invasion durch Russland sei mit militärischen und anderen Maßnahmen der USA und seiner Verbündeten zu rechnen, so der US-Präsident.  © Reuters
Anzeige

Im Normandie-Format vermitteln Deutschland und Frankreich zwischen der Ukraine und Russland im seit 2014 währenden Konflikt in der ukrainischen Industrieregion Donbass. Ihr 2015 in Minsk vereinbarter Friedensplan liegt aber auf Eis. UN-Schätzungen zufolge wurden bei Kämpfen zwischen ukrainischen Regierungstruppen und kremltreuen Separatisten im Donbass mehr als 13.000 Menschen getötet.

Der Westen befürchtet eine russische Invasion der Ukraine

Die USA werfen Russland seit Wochen einen Truppenaufmarsch unweit der Grenze zur Ukraine vor. Befürchtet wird im Westen demnach eine russische Invasion in der Ex-Sowjetrepublik. Russland weist das zurück und wirft der Ukraine vor, mehr als 120.000 Soldaten an die Linie zu den Separatistengebieten verlegt zu haben.

Biden hatte Putin in der gut zweistündigen Videoschalte im Falle einer russischen Invasion der Ukraine erneut mit „starken Wirtschaftsmaßnahmen“ der USA und ihrer europäischen Verbündeten gedroht. Biden kündigte für diesen Fall außerdem an, die Ukraine noch weiter aufzurüsten. Putin wiederum bekräftigte bei dem Videogipfel seine Forderung nach einem Stopp der Nato-Osterweiterung.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen