Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Staat würde aus ihrer Sicht Gewinne machen

Bas spricht sich für Verstaatlichung der Versorgung mit Wasser, Strom und Gas aus

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas

Berlin. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) wirbt dafür, die Grundversorgung mit Energie umfassend in staatliche Hand zu legen. „Bei Wasser, Strom oder Gas muss man sich schon fragen, ob die Versorgung nicht in staatliche Hand gehört. Ich bin dafür“, sagte Bas der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montag). Auf die Frage, ob der Gasimporteur Uniper auch nach der gegenwärtigen Energiekrise in Staatshand bleiben solle, antwortete sie: „Warum soll der Staat nicht auch mal Gewinne machen? Schulden werden verstaatlicht, Gewinne privatisiert. Das ist falsch.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Bundesregierung, Uniper und Uniper-Eigner Fortum hatten sich zuvor auf eine weitgehende Verstaatlichung des 2016 von Eon abgespaltenen Unternehmens verständigt. Dabei ist außerdem eine Kapitalerhöhung in Höhe von acht Milliarden Euro vorgesehen. Die Kapitalerhöhung ist zu einem Ausgabepreis von 1,70 Euro je Aktie unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre geplant. Damit kommt es zur von Marktteilnehmern bereits befürchteten Verwässerung bei den Altaktionären von Uniper. Letztlich wird der Bund etwa 98,5 Prozent der Anteile an Uniper besitzen.

Uniper-Verstaatlichung ist größte Rettungsaktion

Der Bund ist in der Vergangenheit bereits mehrfach Unternehmen finanziell zur Seite gesprungen, etwa in der Corona-Krise der Fluggesellschaft Lufthansa oder dem Reiseanbieter Tui. Unter dem Druck der Finanzkrise beteiligte sich der Staat Anfang 2009 an der Commerzbank. Beobachter gehen davon aus, dass die Uniper-Übernahme durch den Bund die größte Rettungsaktion für ein einzelnes Unternehmen in der bundesdeutschen Geschichte ist.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Angeschlagener Energiekonzern Uniper wird verstaatlicht

Der Bund will 99 Prozent der Anteile des angeschlagenen Energiekonzerns Uniper übernehmen – damit wackelt jedoch die umstrittene Gasumlage.

Bas sagte, sie habe das schon früher für den Gesundheitssektor gefordert. Auch dort „kann es nicht sein, dass die Leistungen, die Gewinne bringen, die Privaten machen, und der Staat für den Rest sorgen muss“, sagte Bas.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Top Themen

Krieg in der Ukraine
 

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken