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Nach Thüringer Wahleklat: Feuerwerksattacke auf FDP-Politikerin

  • Nach dem Eklat bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen war es vielerorts zu Demonstrationen gekommen.
  • Was die Polizei allerdings auch vermehrt protokollierte: Farbattacken auf FDP-Büros.
  • Eine neue Dimension ergibt sich aber aus dem Fall einer FDP-Politikerin in Mecklenburg-Vorpommern.
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Berlin. Es war ein Tweet, der am Wochenende viel Aufmerksamkeit im Kurznachrichtendienst Twitter bekam: Die FDP-Politikerin Karoline Preisler aus Mecklenburg-Vorpommern berichtet dort von einem Angriff mit Feuerwerkskörpern auf sich und ihre Familie. „Die Jüngste hat es in ihrer Unschuld für ein Jugendfeuerwerk gehalten, als das Haus, sie und ich heute mit Feuerwerk beschossen wurden“, schreibt die Politikerin.

Die Polizei bestätigte der „Ostsee-Zeitung“ den Vorfall und gab an, dass man in dem Fall ermittele.

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Preisler erhielt bei Twitter Unterstützung von vielen Nutzern – auch von Politikern wie der FDP-Europaabgeordneten Nicola Beer oder dem innenpolitischen Sprecher der FDP im Bundestag, Konstantin Kuhle. Doch nicht nur aus der eigenen Partei kommen besorgte Reaktionen, sondern etwa auch von SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Das ist nicht der erste Vorfall von Attacken gegen FDP-Politiker nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen. Dort war der FDP-Politiker Thomas Kemmerich mit den Stimmen der AfD gewählt worden. Allerdings blieb es bislang vor allem bei Sachbeschädigungen an FDP-Büros, welche die Polizei vermeldete. So wurde die Landesgeschäftsstelle der FDP Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin in der Nacht zu Donnerstag mit dem Schriftzug „Fight Nazis! Fck FDP!“ beschmiert, es folgten weitere Schmierereien etwa an einer Geschäftsstelle der Partei in Vreden im Kreis Borken und in Duisburg.

Die FDP-Zentrale in Dresden wurde mit blauer Farbe beworfen, auch die NRW-Zentrale der Partei in Düsseldorf wurde attackiert. Beschmiert wurde auch das Wahlkreisbüro des FDP-Landeschefs Frank Sitta. Auf Fotos ist zu sehen, dass die Schaufenster mit Sprüchen wie „Antifa is watching you“ („Die Antifa beobachtet euch“) beschmiert ist.

Ralf Stegner, SPD-Fraktionsvorsitzender in Schleswig-Holstein, zeigte sich angesichts der Vorfälle ebenfalls besorgt und wird bei Twitter sehr deutlich:

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RND/das/dpa

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