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Nach Söder-Vorstoß: Ramelow gegen völlige Freigabe von Astrazeneca

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Berlin. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich gegen den Vorstoß seines bayerischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) gewandt, den Corona-Impfstoff Astrazeneca allen zur Verfügung zu stellen – ohne Priorisierung nach Risiko oder Beruf.

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„Mit den bis Ende März angekündigten Liefermengen werden wir den Bedarf in der zweithöchsten Prioritätsgruppe wahrscheinlich noch nicht decken können“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Daher ist es zu früh, über eine Aufhebung der Priorisierung zu sprechen.

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Zudem ist es nicht hilfreich, wenn dieser sehr gute Impfstoff jetzt völlig ungerechtfertigt ein Ladenhüter-Image verpasst bekommt. In der höchsten Prioritätsgruppe mag der Bedarf gedeckt sein, aber in der zweithöchsten Gruppe stehen wir gerade erst am Anfang.“

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Ramelow fügte hinzu: „In Thüringen wird Astrazeneca gut angenommen. Seit Dienstag vergeben wir Impftermine in der zweithöchsten Prioritätsgruppe, heute sind die Grundschullehrer*innen und Erzieher*innen dazugekommen. Die Nachfrage ist immens. In wenigen Stunden waren tausende Termine gebucht. Auch in Krankenhäusern wird der Impfstoff gut angenommen.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich im Interview mit dem RND dafür ausgesprochen, die Priorisierung bei Astrazeneca bald aufzugeben. „Beim Impfen haben wir nun ein Problem. Wir haben zwar mehr Impfstoff, können diesen aber nur schwer verimpfen, weil es bei Astrazeneca eine grundlegende Zurückhaltung gibt“, sagte er. „Wenn es so weitergeht, werden wir auf einem Berg von Astrazeneca-Impfdosen sitzenbleiben. Das kann niemand wollen bei einem Impfstoff, der gut schützt.“

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