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Nach Gefangenenaustausch

Ukraine: Britischer Ex-Gefangener berichtet über russische Foltermethoden

Ein Gefangenenaustausch im Ukraine-Konflikt am 22. September 2022.

Ein Gefangenenaustausch im Ukraine-Konflikt am 22. September 2022.

Aiden Aslin ist ein 28-jähriger britischer Staatsbürger – und ist gerade aus russischer Gefangenschaft freigelassen worden. Aslin gehörte zu einer Gruppe von Soldaten des ukrainischen Militärs, die im Rahmen des bisher größten Gefangenenaustauschs seit Beginn des Krieges die Freiheit wiedererlangten. Kurz nach seiner Freilassung berichtete der Brite nun der Zeitung „The Sun“ von Foltermethoden während der Gefangenschaft, wie der Fernsehsender „n-tv“ meldet.

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Den Berichten zufolge lebte Aslin seit 2018 mit seiner ukrainischen Freundin in der Ukraine und war dem dortigen Militär beigetreten. Er gehörte demnach zu Soldaten, die im April in der Hafenstadt Mariupol gegen die russischen Truppen kämpften. Ihnen seien Munition und Lebensmittel ausgegangen, sodass sie sich schließlich ergeben mussten. Aslin berichtet, dass die russischen Soldaten ihn in die Region Donezk brachten, wo er im Juni von prorussischen Separatisten zum Tode verurteilt wurde.

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In dem Interview mit „The Sun“ erzählte der 28-Jährige, er habe die Gefangenschaft in einer winzigen Zelle voller Ungeziefer verbracht. Er sei unter anderem mit Knüppeln geschlagen, mit einem Messer verletzt und massiv bedroht worden. So habe ihn ein russischer Soldat während eines Verhörs gefragt, ob er sich einen schnellen oder einen schönen Tod wünsche. Als er einen „schnellen Tod“ wählte, antwortete der Soldat, er würde dafür sorgen, dass Aslin einen „schönen Tod“ bekomme.

Russische Nationalhymne in Dauerschleife

Außerdem wurde der Brite nach eigener Aussage gezwungen, stundenlang sowjetische Lieder zu hören und die russische Nationalhymne zu singen. Er sagte, er sei „schlimmer behandelt worden als ein Hund“ und habe bei seiner Befreiung kaum glauben können, dass er nun in einem Flugzeug mit Menschen sitze, die ihm nichts tun wollten.

Russland und Ukraine tauschen überraschend fast 300 Gefangene aus

Nach fast sieben Monaten Krieg haben die Ukraine und Russland einen großen Gefangenentausch verkündet.

Nach fast sieben Monaten Krieg hatten die Ukraine und Russland den großen Gefangenentausch verkündet. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag teilte der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrij Jermak, mit, dass 205 Ukrainer sowie zehn ausländische Staatsbürger aus russischer Gefangenschaft entlassen wurden. Sie wurden in die saudi-arabische Hauptstadt Riad ausgeflogen. Organisiert wurde der Austausch von ukrainischer Seite durch ein vierköpfiges Team, auch die Türkei und Saudi-Arabien vermittelten.

RND/toe

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