Nach Großbrand: Polizei räumt zerstörtes Flüchtlingscamp Moria

  • Nach mehreren Bränden, die das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos zerstörten, hat die griechische Polizei begonnen, das Camp zu räumen.
  • Die noch verbliebenen Migranten sollen vorübergehend in neuen Zeltunterkünften untergebracht werden.
  • Im neuen Lager Kara Tepe befinden sich bislang rund 2000 Menschen.
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Lesbos. Die griechische Polizei hat am Donnerstagmorgen damit begonnen, die verbliebenen Migranten aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria zu holen. Sie sollen in ein neues, provisorisches Zeltlager ziehen, das die Behörden errichtet haben. “Bisher läuft alles friedlich ab”, sagte der Mainzer Arzt Gerhard Trabert, der mit einer Hilfsorganisation vor Ort ist, der Deutschen Presse-Agentur. Trabert schätzt, dass sich noch mehrere Tausend Menschen in und um das zerstörte Lager herum aufhalten.

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Polizeiaktion auf Lesbos
1:36 min
Die griechische Polizei hat auf der Insel Lesbos damit begonnen, Menschen aus dem zerstörten Flüchtlingslager Moria in eine neues Zeltlager zu bringen.  © Reuters

Nach Moria-Brand: Rund 2000 Migranten in neuem Zeltlager Kara Tepe

“Wir müssen die Menschen in das neue Lager holen; wenn sie auf der Straße ausharren, ist das eine Bombe in Sachen Hygiene”, sagte der Chef der griechischen Gesundheitsbehörde (EODY), Panagiotis Arkoumaneas, am Donnerstagmorgen dem griechischen Radiosender Skai. Im Einsatz seien rund 170 Beamte.

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Das Flüchtlingslager Moria vor und nach den Bränden

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In das neue Zeltlager Kara Tepe sind bisher rund 2000 Menschen eingezogen, nachdem beim Brand von Moria vergangene Woche 12.000 Migranten obdachlos geworden waren. Viele haben Angst, das neue Lager zu beziehen; sie befürchten, dort eingesperrt zu werden, und fordern stattdessen, von der Insel aufs Festland gebracht zu werden.

RND/dpa

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