Nach Messer-Attacke: Kirchgemeinde wehrt sich gegen NPD-Demo

  • Auf der Weihnachtsfeier einer Gemeinde in Sachsen ist ein Streit unter Asylbewerbern eskaliert.
  • Nun hat die NPD eine Demonstration angemeldet.
  • Die Kirchgemeinde will ihre Arbeit trotzdem fortsetzen.
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Aue-Bad Schlema. Die Auer Kirchgemeinde in Sachsen, auf deren Weihnachtsfeier ein Helfer durch einen Messerstich schwer verletzt worden war, wendet sich gegen eine Instrumentalisierung der Tat. "Wir verwahren uns dagegen, diese Straftat zum Anlass zu nehmen, alle Fremden als potenzielle Gewalttäter zu betrachten. Denn dieser schrecklichen Tat eines Migranten stehen ungezählte gute Erfahrungen mit Migranten entgegen", heißt es in einer Stellungnahme, die die Gemeinde St. Nicolai im Internet veröffentlicht hat.

An Heiligabend war auf der Feier für Bedürftige in einem Pfarr- und Gemeindehaus in Aue-Bad Schlema ein Streit zwischen Asylbewerbern eskaliert. Ein 51 Jahre alter Helfer wollte dazwischen gehen und erlitt eine Stichverletzung.

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Der Mann liegt noch im Krankenhaus, es gehe ihm aber inzwischen besser. "Bei einem Besuch betonte er, dass er keinen Hass empfindet und sich weiter ehrenamtlich engagieren wird", erklärte die Kirchgemeinde. Ein 53 Jahre alter Syrer sitzt in U-Haft. Noch ist unklar, wer genau zugestochen hat.

Für Samstagabend war in Aue eine Kundgebung angemeldet worden, zu der unter anderem ein NPD-Stadtrat aufgerufen hat. Laut Erzgebirgskreis sind bis zu 1000 Teilnehmer angekündigt.

RND/dpa

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