Nach mehr als sechs Monaten: Türkei hebt Ausgangssperre auf

  • Seit Donnerstag gelten in der Türkei umfassende Lockerungen der Corona-Maßnahmen.
  • Unter anderem fallen die Ausgangsbeschränkungen am Wochenende und nachts weg.
  • Die Infektionszahlen sinken, sind allerdings immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau.
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Istanbul. Mehr als ein halbes Jahr galten in der Türkei Ausgangsbeschränkungen, nun können Menschen auch wieder am Wochenende und nachts vor die Tür. Mit dem 1. Juli ab 5 Uhr fallen Ausgangs- und Reisebeschränkungen weg, Obergrenzen für Restaurantbesucher werden aufgehoben.

Auch Büros können wieder benutzt werden, Kinos und Theater dürfen Gäste empfangen. Die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gilt jedoch weiter, auch Hygiene- und Abstandsregeln müssten weiter eingehalten werden, wie es vom Innenministerium hieß.

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Auch Hochzeiten und Konzerte dürfen unter Einhaltung von Abstandsgeboten stattfinden. Tänze, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, bleiben verboten. Musik darf in Bars oder anderen Einrichtungen nur bis 24 Uhr gespielt werden. Die türkische Gesellschaft für Atemwegsforschung warnte vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Delta-Variante vor der Lockerung. Besonders für geschlossene Räume sollte die zugelassene Personenzahl begrenzt werden, hieß es.

In der Türkei galten seit November Ausgangsbeschränkungen am Wochenende, später dann auch unter der Woche nachts. Restaurants und Cafés etwa blieben über Wochen geschlossen und konnten nur Lieferservices anbieten. Ende April hatte die Regierung einen 17-tägigen harten Lockdown verhängt.

Wie in vielen anderen Ländern sinkt auch in der Türkei die Zahl der täglichen Neuinfektionen. Derzeit werden in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern täglich etwa zwischen 5000 und 6000 neue Fälle verzeichnet. Gut 40 Prozent der Bevölkerung hat mindestens eine Impfung erhalten.

RND/dpa

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