Nach Kritik: Britischer Botschafter im Iran reist nach London

  • Der britische Botschafter im Iran, Rob Macaire, ist nach seiner Teilnahme an einer Demonstration in Kritik geraten.
  • Die iranische Justiz fordert seine Ausweisung.
  • Nun verlässt Macaire den Iran tatsächlich und reist nach London, doch dafür hat das britische Außenministerium eine andere Erklärung.
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Teheran. Der britische Botschafter im Iran, Rob Macaire, hat den Iran verlassen.

Das meldete die staatlichen Nachrichtenagentur IRNA und fügte hinzu, dass Rob Macaire das iranische Außenministerium im Voraus in Kenntnis gesetzt habe.

Macaire war nach seiner Teilnahme an einer laut Teheran illegalen politischen Kundgebung in der Hauptstadt in die Kritik geraten. Die Polizei setzte ihn kurzfristig fest, das Außenministerium bestellte ihn ein und die iranische Justiz forderte seine Ausweisung.

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Reise sei geplant gewesen

Das britische Außenministerium stellte klar, dass Macaire weder ausgewiesen noch zu einer unerwünschten Person erklärt worden sei. Er habe den Iran für einen normalen Heimatbesuch verlassen. Die Reise sei geplant gewesen, sagte ein Außenamtssprecher. "Es ist ziemlich normal für einen Botschafter, zu Gesprächen zurück nach London zu kommen."

Macaire hatte nach eigenen Angaben am Samstagabend an einer Trauerkundgebung in Teheran für die Absturzopfer der abgeschossenen ukrainischen Passagiermaschine teilgenommen. Unter den Opfern waren auch Briten. Er verließ die Veranstaltung nach fünf Minuten, als Parolen gerufen wurden. Er habe an keiner Demonstration teilgenommen, betonte er.

RND/dpa