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Nach IQB-Bildungstrend: Ministerin Karliczek dringt auf Nationalen Bildungsrat

  • Der IQB-Bildungstrend zeigt: Bei den Kompetenzen der Neuntklässler sind die Unterschiede zwischen den Ländern oft groß.
  • Bundesbildungsministerin Anja Karliczek wirbt dafür, dass die Länder voneinander lernen.
  • Sie dringt auf das Projekt eines Nationalen Bildungsrates.
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Berlin. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) dringt angesichts der Ergebnisse des IQB-Bildungstrends auf einen Nationalen Bildungsrat und wirbt dafür, dass die Länder mehr voneinander lernen.

„Insgesamt sind die Ergebnisse stabil geblieben. In einigen Ländern gibt es aber auch Erfolgsmeldungen“, sagte Karliczek dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Hier wünsche ich mir, dass die Länder voneinander lernen – Vergleichbarkeit, Transparenz und Qualität sind nötig“, fügte die Ministerin hinzu. „Ich bin daher überzeugt, dass ein Nationaler Bildungsrat mit dieser Zielrichtung hilfreich wäre.“

Der Nationale Bildungsrat soll nach den Vorstellungen der großen Koalition im Bund mithilfe von Wissenschaftlern und Praktikern der Politik Empfehlungen geben.

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Integration neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher

Karliczek führte aus: „Ein Beispiel für gegenseitiges Lernen könnte die Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen sein.“ Die Ministerin erläuterte: „Diese Gruppe schneidet diesmal deutlich schlechter ab als noch 2012 – aber nicht überall.“ Vielleicht lohne es sich, genauer hinzusehen, woran das liegt.

Die CDU-Politikerin sagte: „Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse einmal mehr, wie wichtig gute Deutschkenntnisse sind.“ Aber laut einer Studie, die das Bundesbildungsministerium in Auftrag gegeben habe, erhielten zwei Drittel aller 15-Jährigen mit Fluchterfahrung keine zusätzliche Sprachförderung mehr, sobald sie die Willkommensklasse verließen, sagte Karliczek.

„Mir ist bewusst, dass die Schulen in den letzten Jahren schon einen enormen Kraftakt für die Integration vieler Kinder ohne Deutschkenntnisse getan haben“, sagte die Bundesbildungsministerin. „Sie dürfen aber die längerfristige Sprachförderung nicht aus den Augen verlieren“, ergänzte sie.

Karliczek sagte: „Unsere Bildungsforschung möchte die Schulen bei ihren Bemühungen unterstützen, indem sie wirksame Konzepte entwickelt und zur Verfügung stellt – zur Sprachförderung, aber auch zum Umgang mit heterogenen Klassen und zur Förderung Leistungsschwacher.“ Und wenn sich im IQB-Bildungstrend über die Hälfte der befragten Lehrkräfte mehr Fortbildung zu genau diesen Themen wünsche, dann zeige das: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

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