Nach Feuertod ist Lage im Flüchtlingslager Lesbos angespannt

  • Nach dem Tod einer Mutter und ihres Kindes droht die Lage im überfüllten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos zu eskalieren.
  • Der Bürgermeister der Inselhauptstadt fordert, Tausende Migranten auf das Festland zu bringen.
  • Nach dem Brand und dem Tod der beiden Menschen war es zu Unruhen gekommen.
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Athen/Lesbos. Nach dem Tod von zwei Migranten - einer Mutter und ihres Kindes - auf der griechischen Insel Lesbos bleibt die Lage am Montag im Registrierlager von Moria äußerst angespannt. Dies sagte der Bürgermeister der Inselhauptstadt Mytilini, Stratos Kytelis, dem griechischen Nachrichtensender Skai. "Tausende Migranten müssen so schnell wie möglich aufs Festland. So kann es nicht weitergehen", sagte der Bürgermeister.

Die beiden Opfer seien bei einem Feuer in einer Containerwohnung ums Leben gekommen, berichteten griechische Medien. Wie das Feuer ausbrach, blieb zunächst unklar.

Nach Bekanntwerden des Todes der zwei Menschen in dem überfüllten Auffanglager kam es zu schweren Unruhen. "Wir wurden angegriffen und konnten nicht sofort die Feuer im Lager löschen. Wir haben Angst um unser Leben gehabt", sagte der Sprecher der Gewerkschaft der Feuerwehrleute von Lesbos, Georgios Dinos, im griechischen Fernsehen. Die Bereitschaftspolizei setzte massiv Tränengas ein, um die ausgebrachten Migranten zurückzudrängen, berichteten Reporter.

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Auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos sind derzeit rund 30.000 Flüchtlingen unter teils prekären Umständen untergebracht, weil der Zustrom von Migranten aus der Türkei in den vergangenen Wochen zugenommen hat. Ihre Zahl ist die höchste seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016.

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RND/cle/dpa