Nach Fall in Augsburg: Wird die Jugend krimineller?

  • Die Jugendgewalt von Augsburg nehmen Politiker zum Anlass, sich zu Wort zu melden.
  • Experten aber sehen das Szenario einer immer gewaltbereiteren Jugend als Stimmungsmache.
  • Sie argumentieren, dass die Jugendkriminalität in Deutschland stetig zurückgehe.
1:09 min
Experten aber sehen das Szenario einer immer gewaltbereiteren Jugend als Stimmungsmache. Die Jugendkriminalität in Deutschland geht stetig zurück.  © dpa
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München. Der schreckliche Tod eines Mannes auf dem Augsburger Königsplatz liegt erst wenige Tage zurück, doch die Geschehnisse sind bereits zum Politikum geworden. Die CSU in Bayern will Heranwachsende häufiger nach Erwachsenenstrafrecht aburteilen. Außerdem werde die Polizeipräsenz in den Innenstädten erhöht, kündigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) an.

Der Staat mache sich „völlig lächerlich“, meint die AfD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Alice Weidel. „Sicher hören wir bald, dass der Täter psychisch krank und schuldunfähig sei“, schrieb sie bei Twitter. Dass es sich in Augsburg um einen Fall von „Migrantengewalt“ handele und es deswegen einer Umkehr in der Einwanderungspolitik bedürfe, war für sie schon am Sonntag klar.

Fachleute dagegen winken ab. Im Video oben sehen Sie, was Professor Christian Pfeiffer, langjähriger Leiter des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen, zu der Diskussion sagt.

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RND/dpa