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Nach Explosion in Beirut: Frankreich und Israel bieten Unterstützung an

  • Eine schwere Explosion hat in der libanesischen Hauptstadt Beirut zahlreiche Leben gefordert.
  • Frankreich hat dem Libanon nun Unterstützung zugesichert.
  • Und auch das Nachbarland Israel bietet medizinische und humanitäre Hilfe an.
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Paris/Jerusalem. Frankreich hat nach einer Explosion mit zahlreichen Todesopfern in der libanesischen Hauptstadt Beirut Unterstützung zugesagt. Frankreich schicke Hilfe in den Libanon, schrieb der französische Staatschef Emmanuel Macron am Dienstagabend auf Twitter. Frankreich stehe immer Seite an Seite mit dem Libanon, so Macron auf Arabisch.

Macron habe mit seinem libanesischen Amtskollegen Michel Aoun telefoniert, teilte der Élyséepalast mit. In dem Gespräch drückte Macron demnach seine Unterstützung und die der Franzosen für das libanesische Volk aus. Der heutige Libanon war früher Teil des französischen Mandatsgebiets im Nahen Osten, die beiden Länder haben immer noch eine enge Beziehung.

Auch Israel bietet Hilfe an

Auch Libanons Nachbarland Israel hat humanitäre Hilfe angeboten. “Unter Anweisung von Verteidigungsminister Benny Gantz und Außenminister Gabi Aschkenasi hat Israel sich an den Libanon durch internationale diplomatische und Verteidigungs-Kanäle gewandt”, teilten beide Minister in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Der libanesischen Regierung sei “medizinische humanitäre Hilfe” angeboten worden.

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Der Libanon und Israel haben keine diplomatischen Beziehungen. Offiziell befinden sich die beiden Nachbarländer noch im Krieg. Libanesen sind jegliche Kontakte mit Israelis verboten. An der Grenze kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah. Diese befand sich zuletzt im Jahr 2006 in einem rund einmonatigen Krieg mit Israel. Auf libanesischer Seite wurden mehr als 1200 Menschen getötet, auf der israelischen mehr als 160 Soldaten und Zivilisten.

Spekulationen, dass Israel hinter der Explosion stecken könnte, räumte Außenminister Aschkenasi aus. Es handle sich um einen “von einem Brand ausgelösten Unfall”, sagte Aschkenasi dem israelischen TV-Sender “Channel 12”. Bei Spekulationen sei Vorsicht geboten, sagte Aschkenasi. “Ich sehe keinen Grund, die Berichte aus Beirut (über einen Unfall) nicht zu glauben.”

RND/dpa

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