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Nach Besuch im Straflager: Nawalnys Ehefrau macht sich „noch mehr Sorgen um ihn“

  • Der Kremlkritiker Alexej Nawalny ist seit Wochen in einem russischen Straflager inhaftiert.
  • Nun durfte ihn seine Ehefrau besuchen.
  • Sie berichtet, dass er vor Erschöpfung kaum noch sprechen könne.
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Moskau. Der in einem russischen Straflager inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny hat erstmals seit Wochen seine Frau Julia wiedergesehen. Sie postete am Dienstag bei Instagram ein Foto von sich, auf dem im Hintergrund das rund 100 Kilometer östlich von Moskau gelegene Lager zu sehen ist.

„Nachdem ich Alexej getroffen habe, mache ich mir noch mehr Sorgen um ihn“, schrieb sie. Ihr 1,90 Meter großer Ehemann wiege nur noch 76 Kilo und spreche kaum vor Erschöpfung.

Immer noch kein Zugang zu einem Arzt für Nawalny

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Bei dem Treffen, getrennt durch eine Glasscheibe, habe der prominenteste Kritiker von Präsident Wladimir Putin immer wieder den Hörer auf den Tisch gelegt, um sich auszuruhen, berichtete Nawalnaja. Der Oppositionelle habe noch immer keinen Zugang zu einem Arzt bekommen. Dabei gelte auch für Häftlinge: „Jeder Mensch hat das Recht, einen Arzt aufzusuchen.“

Der 44-Jährige befindet sich aus Protest gegen die Zustände im Straflager im Hungerstreik. Nawalny beklagt, er erhalte trotz eines Rückenleidens, Lähmungserscheinungen in den Gliedmaßen, Fiebers und Hustens keine angemessene ärztliche Hilfe.

Nawalny droht Zwangsernährung

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Er reichte zudem Klage gegen die Gefängnisverwaltung ein, weil er noch keine Bücher bekommen habe, hieß es auf Nawalnys Instagram-Seite. Insbesondere sei ihm ein mitgebrachter Koran vorenthalten worden. Begründung: Das in Russland erlaubte Buch müsse auf extremistische Inhalte überprüft werden. Das sei ein Gesetzesverstoß.

Nawalny droht nun eine Zwangsernährung, sollte er den Hungerstreik nicht abbrechen. „Ich weiß, dass er nicht vor hat aufzugeben“, meinte seine Frau. „Er ist immer noch fröhlich und glücklich.“

Nawalnaja überschrieb ihren Beitrag bei Instagram mit „Ein Post über die Liebe“. Darin schwärmt sie nach ihrem „Date“ mit Nawalny in dem Straflager, er sei einfach der Beste. „Er kommt wieder in Ordnung.“

RND/dpa

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